Projekt „UHU“ #25 – Der Golf Senior macht es dreimal am Wochenende

Tja, wie fange ich es an. Ich bin seit vergangenem Freitag offiziell ein Golf Senior. Soll heißen, dass ich 50 Jahre alt geworden bin (der Optimist nennt das Bergfest). Anlässlich dieses unabwendbaren Ereignisses hat es eine Menge Golf gegeben – mit mehreren Highlights und einem herausragenden Finale.

Geburtstags-Golf mit meiner Heidegolferin

Nach einem gemeinsamen Geburtstags-Frühstück (inklusive Geschenkübergabe für mich) ist unsere Tochter am Freitagmorgen in den Ferienhort der Schule gegangen. Dort verbringt sie den Vormittag mit ihrer besten Freundin und vermisst uns Eltern mal so überhaupt nicht.

Die Heidegolferin und ich hingegen sind zu meinem Geburtstag vormittags eine Runde Golf spielen gegangen. Ich habe aktuell einen Testschläger im Bag und freue mich über jede Gelegenheit, ihn auf die Probe zu stellen. Über das 2er Holz Gen2 von Morsh Golf werde ich natürlich demnächst noch ausführlich berichten (aber freut Euch schonmal drauf, das Teil hat was).

Damit ich nicht alleine teste, hatte ich der Heidegolferin einige Tage vorher einen gebrauchten Driver für Ihr Golfset gekauft, den sie nun zum zweiten Mal mitgenommen hat. Und sie setzt ihn ein, konsequent an jedem Abschlag. Ohne jemals damit geübt zu haben geht der schon erstaunlich gut nach vorne (meiner hat sich da mehr angestellt) – wir hatten also Spaß.

Und plötzlich war da dieses Kreischen

Der Höhepunkt unserer Runde kam am letzten Loch, unserer neun. Obwohl es „nur“ knapp über 300 Meter hat konnte ich hier noch nie Par spielen. Mehrfach habe ich einen kurzen Parputt vorbei geschoben. Einmal habe ich es sogar geschafft, aus zweieinhalb Metern einen Dreiputt zum Bogey zu fabrizieren. Dieses Loch hasst mich.

Die Heidegolferin hingegen geht offensichtlich ohne Vorurteile an den Abschlag und haut ihren Ball locker die Bahn runter. Auch Schlag zwei und drei sind gut und der Ball liegt auf dem Grün, etwa 5-6 Meter oberhalb der Fahne. Tja, und wie es der Teufel so will: der schwierige seitliche Bergab-Putt meiner Golfanfängerin mit PR … er fällt tatsächlich. Und sie kreischt vor Freude.

Ich hab mich für sie gefreut, absolut. Zu 98 Prozent waren pure Freude in mir. Und kaum Neid. Naja, vielleicht 80 zu 20 Prozent. Auf jeden Fall nicht mehr als 30 Prozent Neid. Denke ich. Egal, sie hat ihr erstes Par-4-Par gespielt und ich war dabei. Was für ein Geburtstag.

Runde zwei am Samstag: Der Putter glüht!

Weil ich mich für Sonntag zu meinem allerersten Turnier des Jahres angemeldet hatte, durfte ich am Samstag noch einmal eine 18-Loch-Proberunde spielen gehen. Ich hatte mich zu zwei Bekannten gebucht, die früh morgens eine Teetime ergattern konnten.

Mit 22-23 Grad zum Start war es noch angenehm „kühl“ und ein laues Lüftchen tat sein übriges. Astrid und Harald sind nette Mitspieler (und ich trotz des neu erworbenen Golf Senior Status das Küken) und wir zuckeln die ersten Löcher vor uns hin. Wir spielen kein großes Golf, aber für unsere Verhältnisse solide.

Herausragend ist dabei mein Putter, denn der hat einen echten Sahnetag erwischt. Mein ER3 von Evnroll (schaut euch mal meinen Testbericht an) glüht förmlich und es fallen regelmäßig auch lange Putts. Bei unter zwei Metern denke ich nicht einmal lange nach und verwandle alles sicher.

Das rettet mir die Runde, denn Fairways treffe ich vom Abschlag eher selten. Am Ende steht eine für mich gute 103, bei der ich für die 18 Loch ganze 25 Putts benötigt habe.

Das ist natürlich ein persönlicher Rekord, aber noch nicht einmal das eigentliche Highlight des Tages. Denn auf unserem achten Loch gelingt mir doch endlich mal wieder ein Birdie.

Coronakonform gibt es nur ein Luft-High-Five mit Astrid und Harald, aber innerlich springe ich im Dreieck vor Freude. Dass ich an anderen Löchern blöde Fehler mache, die am Ende den Uhu verhindern, spielt da eigentlich nur eine Nebenrolle.

Die ganze Runde vom 15. August findet Ihr hier bei GameGolf.

Turnier am Sonntag mit Knalleffekt

Der Knall am Sonntag war laut, den müsstet Ihr eigentlich auch gehört haben. Der Knoten ist nämlich endlich geplatzt, wer hätte daran noch geglaubt. Aber von vorne:

Wie schon erwähnt stand für mich am Sonntag das allererste Turnier in diesem Jahr an. Ich hatte mich zum earlybird-18-Loch angemeldet und mein Startzeit war mit 8.24 Uhr angenehm. Mit Doro und Perdita hatte ich zwei sehr nette Spielpartnerinnen und damit natürlich an jedem Loch den ersten Abschlag.

Dass ich im Turnier doch irgendwie nervöser bin als sonst habe ich gleich am ersten Tee gemerkt: Ich habe nämlich mit einer Lady eröffnet. Genau genommen habe ich den Ball nur so leicht touchiert, dass er gerade einmal sechs Meter nach vorne gehoppelt ist. Ich hätte im Erdboden versinken mögen – aber ich war ja gleich nochmal dran… 😉

Von ganz unten geht es nur bergauf

Nach dem (absolut verdienten) Strich für meine acht Schläge auf dem ersten Loch (wie gesagt: Lady, danach noch ein Hacker, verhakter Chip, Chip IN den Grünbunker und so weiter) konnte es nur besser werden. Und tatsächlich hat mir das Startdesaster geholfen.

Ehrlich gesagt hat es die ersten zwei-drei Bahnen gedauert, aber dann war ich drin im Spiel. Vor allem aber habe ich ganz gegen meine Gewohnheit die „Hero-Shots“ weggelassen und vernünftig gespielt. Mein Putter allerdings war wohl noch erschöpft vom Vortag – am Ende habe ich neun Putts mehr gebraucht als noch am Samstag.

Trotzdem habe ich gefühlt ganz ordentlich gespielt und konnte immer mal wieder ein Bogey oder sogar drei Pars aufschreiben. Je länger das Turnier dauerte desto schwerer fiel es mir, mich vom Addieren abzuhalten – aber bis zur 17 hat es immerhin geklappt.

Musste ich also erst Golf Senior werden

Als wir nach der Runde zu dritt unsere notierten Scores verglichen hatten, habe ich sogar meine alte „ich-fotografiere-meine-Scorecards“-Tradition wieder aufleben lassen.

Denn es war vollbracht: Ich habe den ersten Turnier-UHU gespielt. Eine 98 von gelb. Nebenbei habe ich mich dank 40 Nettopunkten nach zweieinhalb Jahren endlich mal wieder unterspielt und den längst überfälligen Schritt in die Vorgabenklasse 4 gemacht – neues Handicap 25,2 (Juhubel!).

Übrigens habe ich am nächsten Tag gesehen, dass ich damit auch noch den Turniersieg Netto geholt habe. Falls Euch die Runde interessiert, die gibt es natürlich auch bei GameGolf zu sehen.

Meine ersten drei Tage als Golf Senior gefallen mir. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Am kommenden Samstag darf ich auf Einladung im Golfclub St. Dionys spielen und zwei Wochen später warten unsere Clubmeisterschaften. Ich halte euch auf dem Laufenden.

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