Test: Wilson Prostaff Golf Anfängerset Damen

Zum Einstieg in den Golfsport muss man nicht Unsummen für die Ausrüstung ausgeben. Eine Möglichkeiten zum Sparen ist der Kauf eines gebrauchten Schläger-Sets. Wer lieber etwas Neues haben möchte, der fährt mit einem Golf Anfängerset sehr gut.

Das perfekte Golf Anfängerset

Die Heidegolferin hat für den Start ihrer Golfkarriere von mir genau so ein Golf Anfängerset bekommen: Das Wilson Prostaff SGI Halbsatz Komplettset für Damen. Zu diesem Set gehören

  • ein leichtes Tragebag
  • ein Sand Wedge
  • die Eisen 5, 7 und 9
  • ein 5er Holz und
  • ein Putter

Das Komplettset habe ich über die Golfwerft aus Kiel bezogen, die ja seit letzten Herbst auch einen Online-Shop anbietet. Bestellung und Versand gingen übrigens ruckzuck.

Die Schläger in der Kurzvorstellung

Grundsätzlich bin ich mir sicher, dass man in seinen ersten 1-2 Golfjahren absolut mit einem sogenannten Halbsatz auskommt. Es sind also die Hälfte der Schläger vorhanden, die ein „normaler Standardsatz“ hätte – einfach gesagt enthält ein Halbsatz eben jeden zweiten Schläger.

Erst wenn das eigene Spiel so sicher und gefestigt ist, kann man sich irgendwann damit beschäftigen, auf einen kompletten – dann aber auch individuell angepassten – Schlägersatz umzusteigen.

Hier also die enthaltenen Schläger in der Übersicht:

Der Putter

  • Der Putter ist ein klassischer Blade-Model (also elegant schmal).
  • Er hat einen eher schmalen Ladies-Allwettergriff und
  • einen 33 inch langen hochwertigen Stahlschaft.

Durch die Ziellinie, die von oben gut zu sehen ist, kann man sich beim Putt besser ausrichten.

Der Kopf ist nicht zu schwer und die Gewichtsverteilung liegt überwiegend außen. Das hilft dabei, dass auch nicht ganz mittig getroffene Bälle noch recht zuverlässig in Richtung Loch starten.

Die Eisen

Bei den Eisen gibt es wie schon erwähnt jeden zweiten Schläger. Es sind im Golf Anfängerset also vier anstatt der üblichen sieben bis acht Eisen vorhanden – genauer gesagt die Eisen 5, 7 und 9 sowie ein Sand Wedge. Hier einmal die Eckdaten:

  • Extra niedriger Schwerpunkt im Schlägerkopf, um Nachteile durch nicht mittig getroffene Schläge bestmöglich auszugleichen
  • hochwertige 431er Präzisionsedelstahl-Eisenköpfe
  • Leichtgewichtiger Wilson Graphitschaft für mehr Weite bei normaler bis geringer Schwunggeschwindigkeit
  • Womens Ladies Flex (Standard Damen)
  • Wilson Damen Allwetter-Griff (sicherer Halt bei allen Wetterbedingungen)

Die Eisen im Golf Anfängerset sind vor allem darauf ausgelegt, möglichst fehlerverzeihend zu sein. Gerade am Anfang ist der Schwung noch nicht konstant und der sogenannte „Sweet Spot“ (also die beste Trefferfläche) wird nicht regelmäßig getroffen.

Hier zeigt sich die Stärke der Anfängerschläger, die diesen Nachteil auszugleichen versuchen. Nicht mittig getroffene Bälle verlieren längst nicht so stark an Länge und auch die seitliche Abweichung ist deutlich reduziert. Die Eisen bieten also eine echt Unterstützung.

Das 5er Fairwayholz

Für den Abschlag vom Tee und für die langen Transportschläge vom Fairway ist das 5er Fairwayholz gedacht, das das Schlägerset abrundet. Das sind die Eigenschaften:

  • optimierter, tief hinten und weit unten liegender Schwerpunkt, um den optimalen Treffbereich deutlich zu vergrößern
  • Leichgewichtiger Wilson Graphitschaft
  • Womens Ladies Flex
  • Wilson Damen Allwetter-Griff (optimaler Halt bei allen Wetterbedingungen)
  • Eine original Prostaff SGI Schlägerhaube gibt es inklusive

Der Schlag mit diesem längsten Schläger im Bag erfordert etwas mehr Übung, aber auch hier zeigt sich der Vorteil des Anfängersets.

Durch die Gestaltung des Kopfes und den tiefen Schwerpunkt wird ein guter Ballflug unterstützt. Der Graphitschaft hilft zusätzlich, auch wenn das Schwungtempo mangels Technik und Übung noch nicht allzu hoch ist.

Das Tragebag

Die Schläger finden ihr Zuhause in einem schicken und leichten Tragebag. Wie bei den Schlägern auch dominieren beim Bag grüne und türkise Elemente. Seitlich prangt das große Wilson-Logo in weiß.

  • leichtgewichtige 1,9 kg
  • 7-fache durchgängige Schlägereinteilung
  • 10 x 7 Inch Top (ca. 25 x 18 cm)
  • Große Balltasche vorne
  • Großzügige seitliche Tasche über die komplette Länge
  • Zwei kleinere Accessoire-Taschen (eine weich ausgepolstert als Wertsachentasche zum Beispiel für das Handy)
  • Äußere Netztasche zum Beispiel für eine kleine Wasserflasche
  • Rucksack-Tragegurt mit angenehm weicher Polsterung zur optimalen Gewichtsverteilung
  • Stabiler ausklappbarer Standmechanismus
  • Äußerer Schirmhalter (per Kordel und Öse)
  • Die mitgelieferte Schutz-/Regenhaube kann bei Bedarf per Druckknopf am Top zu befestigen werden

Die Oberfläche des Bags ist wasserabweisend und hält mindestens bei leichtem Regen alles schön trocken. Die Regenhaube ist schnell angeklickt. Ein zusätzlicher Ring – zum Beispiel zum Anbringen eines Schlägerhandtuchs – und ein Klettband zur Befestigung des Handschuhs rinden das Bag ab.

Heidegolfer(in)-Fazit zum Golf Anfängerset Wilson Prostaff SGI

Wie schon erwähnt habe ich das Golf Anfängerset meiner Heidegolferin zum Einstieg in den Golfsport geschenkt. Bis zum Corona-Lockdown hatte sie es in den sechs Wochen ihres Platzreife-Kurses vier- bis fünfmal pro Woche im Einsatz (Training, Übungsrunden etc). Sie ist immer noch begeistert und kann es kaum erwarten, damit endlich wieder auf den Platz gehen zu dürfen.

Vor allem das geringe Gewicht und der Tragekomfort des Bags gefallen ihr. Auch die Qualität ist insgesamt ist sehr gut. Alle Nähte sind sauber verarbeitet und die Reißverschlüsse sehr schön leichtgängig.

Mit den Schlägern kommt die Heidegolferin sehr gut zurecht. Die Fehlerverzeihung liefert viel Unterstützung und Sicherheit gerade für Anfänger. Die große Schlagfläche und der niedrige Schwerpunkt sorgen für bessere Ergebnisse bei weniger optimalen Schlägen – und davon gibt es anfangs ja so einige.

Und da das Auge schließlich mitspielt, ist es halt wichtig, dass auch die Optik stimmt. Die Kombination Grün und Mint/Türkis mit Schwarz und Silber hat schon was und gefällt der Heidegolferin sehr gut.

Wenn man dann noch das richtig starke Preis-Leistungsverhältnis berücksichtigt, dann gibt es von uns eine klare Empfehlung. Wer gerade erst mit Golf anfängt und nicht allzu viel investieren will, der liegt hier ziemlich richtig.

Übrigens

Dieser Bericht spiegelt meine (unsere) individuelle Meinung wider und wurde weder beauftragt noch beeinflusst. Ich habe das Bag von der Golfwerft vergünstigt gekauft – zum Veröffentlichungszeitpunkt dieses Berichts wird es aber im Shop nach wie vor zum Sonderpreis angeboten. Zusätzlich zum Bag hat die Heidegolferin ein kleines Goodie-Bag erhalten (bestehend aus: Keel-Pitchgabel, Wilson-Handschuh, sechs Keel-Golfbällen, zwei Keel-Caps und einigen Tees).

8 Kommentare

  1. Hallo Olaf.
    Ich lese hier schon fast 3 Jahre mit, und dazu erstmal meinen „Herzlichen Glückwunsch“ das es jetzt zwei Heidegolfer gibt. Als alter Sportartikelhändler kann ich nur sagen, alles richtig gemacht. Vor gut 3 Jahren hab ich meiner Frau den vollen Satz gekauft, mit dem Ergebnis das es am Anfang Zuviel war. Außerdem gibt es bei Wilson Ergänzungssets, falls man doch mehr Schläger haben möchte. Die Qualität und das Preis-Leistungsverhältnis bei Wilson ist im Anfängersegment unübertroffen. Für die ersten 1-2 Jahre (je nach Talent und Zeit) ist man damit gut ausgestattet. Und falls sich Leser sorgen machen, ich bin überzeugt das die Heidegolferin bei Ihrem Material-Fetischisten (lieb gemeint/bin ich auch) bestens aufgehoben ist. Mehr (Material-) Fürsorge wird wohl kaum jemand bekommen. 😉
    Euch allzeit schönes Spiel.

    1. Hi Thommy,
      danke für deine Nachricht und natürlich die Zustimmung. ☺️
      Meine Heidegolferin kommt prima mit den „halben“ Satz klar, wie auch unsere erste Runde nach dem Lockdown gezeigt hat (sie hat ja quasi zwei Monate seit der praktischen Prüfung gar nicht mehr gespielt). Auch das von mir lange ungeliebte 5er Eisen nimmt sie gerne und erzielt sogar ziemlich gute weiten, wenn sie gut trifft.
      Wenn ihr Spiel dann irgendwann konstanter ist, wird es sowieso ein Fitting geben – aber bis dahin ist das Set vermutlich wirklich das bestmögliche für sie.
      Schöne Grüße Olaf

  2. Lieber Olaf,

    wer nicht auf den Golfplatz darf durchsucht das Netz. Nach Golfausrüstung. Wenn der letzte Testbericht gelesen und der größte Blödsinn bestellt worden ist, stößt man vielleicht auf eine Seite wie deine. So ging es mir. Mit wachsender Begeisterung habe ich in diesen (golflosen) Tagen dein gesamtes UHU Projekt nachgelesen und mich vielfach darin wiedergefunden. Vielen Dank dafür. Aber den Sinn von „Halbsätzen“, verstehe ich weder im Discounter meines Vertrauens („Bitte Kasse vier!“?), noch auf dem Golfplatz.

    Ich selbst spiele seit Sommer 2017 Golf und hatte von Anfang an einen vollen Satz dabei. Der ungefähr 10 Jahre alt war – aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag. Worauf ich hinaus will ist, dass es von Beginn an Sinn ergibt, alle Schläger zu benutzen, um eine unnötige Barriere zu vermeiden und besseren Zugang zum, immer wieder auch strategischen, Spiel zu bekommen. Damit habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht. So entsteht Vertrauen.

    Ich würde deshalb jedem empfehlen, vom Start an den vollen Satz zu nutzen. Insbesondere die hier getestete Firma Wilson, macht da mit der X31 Serie, ein aus meiner Sicht sehr gutes Angebot. Übrigens, ich bin kein Händler oder Mitarbeiter von Wilson. Ich mag lediglich das Preis-/Leistungsverhältnis und meine FG Tour V6 sind, selbstverständlich subjektiv betrachtet, einfach wunderschön.

    Beste Grüße

    Ben

      1. Ja Ben, und ich verfolge Olaf schon lange. Was er im UHU Blog schreibt ist immer sehr interessant.
        Bezüglich dein Antwort: Ein halber Satz ist sicherlich nachvollziehbar wenn man noch nicht weißt ob man das Golfspiel dich gefallt. Man kann wenn man ein Markensatz gekauft hat immer Schläger dazu kaufen. Anderseits hast du auch wieder Recht; ich bin auch gleich mit ein kompletten Satz angefangen (aber leider nicht gefittet, deshalb mein Mitteilung mindestens den Putter fitten zu lassen).

    1. Hallo Ben,
      erstmal danke für das Lob, das lese ich natürlich sehr gerne. 😁
      Zu deiner Anmerkung wegen des Halbsatzes gibt es eine einfach Erklärung.
      Ich selbst habe auch mit einem Komplettset (also voller Schlägersatz) von Wilson angefangen und ihn etwa eineinhalb Jahre gespielt. Dann war mein Spiel konstant genug, dass ich etwas „richtiges“ haben wollte – also bin ich zum Fitter.
      Bei meiner Frau ist es tatsächlich so, dass wir nicht wirklich wussten, ob ihr der Sport überhaupt gefällt (also: möglichst wenig investieren zum Start) und ob sie Golf „kann“. Ihre Schläge sind naturgemäß noch nicht allzu konstant und die Länge ist auch überschaubar – da macht eine feine Differenzierung über einen kompletten Satz noch gar keinen Sinn, weil die Lücke zwischen den vorhandenen Schlägern nicht allzu riesig ist.
      Wenn wir soweit sind, dass wir wieder regelmäßiger – und sie vor allem konstanter – spielen können, dann ist auch für sie ein Fitting geplant.
      Das vielleicht als Erläuterung, warum ich der Meinung war (und in diesem Fall auch weiterhin bin), dass ein Halbsatz zum Einstieg völlig ausreicht…
      Schöne Grüße aus der Südheide
      Olaf

  3. Olaf, ein weiterer guter Blog. Ich rate den Putter der Heidegolferin den PutterBei Ihre Pro fitten zu lassen. Die Länge einer standard Putter ist oft zu lang (bei mir waren es 2 Zoll!) Viel Spaß zusammen (einschließlich der Heidegolf Prinzessin).

    1. Hallo Ben,
      danke dir. Das mit dem Putter Fitting soll irgendwann kommen. Im Moment steckt sie ja noch völlig in den Anfängen und hat auch noch nie auf einem „richtigen“ Grün geputtet (bis auf das Puttinggrün im Club).
      Es wird also…
      Schöne Grüße und bleibt gesund!
      Olaf

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