Golfclub Rehburg-Loccum im Golfplatz-Check

Ich war Anfang Oktober zu einem Spaß-Turnier im Golfclub Rehburg-Loccum. Die erste Mannschaft wollte sich mit dem „Danke-Turnier“ bei den Sponsoren bedanken und Premium-Sponsor ist dort Martin Stecher, der wohl beste und bekannteste Clubfitter Norddeutschlands.

Weil Martin das, was mein Freund Marcus und ich als Ernie&Birdie machen gut findet, hatte er zwei seiner Startplätze an uns vergeben – und wir die Einladung natürlich sehr begeistert angenommen. Es war ein klassischer „goldener Oktober“-Tag und wir konnten einen richtig guten Golfplatz unter besten Voraussetzungen kennenlernen.

Empfang und Übungseinrichtungen

Der Platz vom Golfclub Rehburg-Loccum liegt an der Verbindungsstraße zwischen den beiden Orten Loccum und Rehburg ein paar Kilometer westlich vom Steinhuder Meer. Neben dem benachbarten Golf Park Steinhuder Meer ist es der einzige Golfplatz in der Region.

Der Parkplatz liegt unmittelbar neben dem Clubhaus. Im vorderen Teil gibt es das Sekretariat mit einem kleinen Proshop, im hinteren Teil schließt sich die Gastro an. Die ist nicht nur sehr gut, sondern hat auch eine tolle Außenterrasse zu bieten, auf der man herrlich sitzen und den Abend ausklingen lassen kann.

Die Driving Range liegt gegenüber hinter dem Caddieschuppen und ist funktional. Sie ist zwar nicht sonderlich breit, bietet aber dennoch ausreichend Rasenabschläge. Es gibt einige Ziele, sogar in unterschiedlicher Höhe, was ich besonders gut finde.

Ein Pitchingbereich und zwei Puttinggrüns stehen Übungswilligen zur Verfügung. Das größere der beiden liegt in Sichtweite zur Clubhausterrasse. Ein zweites, kleineres Puttinggrün findet man unmittelbar vor dem ersten Abschlag, so dass man eine kurze Wartezeit noch einmal überbrücken kann, bevor man selbst aufteet.

Die Frontnine

Die ersten Löcher führen den Spieler im Uhrzeigersinn am äußeren Rand des Platzes entlang. Man startet mit zwei kurzen Par 4, die aber beide ihre Tücken haben. Anschließend geht es geradeaus weiter über leicht hügeliges Gelände – und auf der linken Seite warten dabei die ganze Zeit über drohend die weißen Pfosten.

Überhaupt gibt es auf den ersten neun Loch nur ein einziges, das gänzlich ohne Ausgrenze daherkommt. Ansonsten ist auf irgendeiner Seite oder spätestens neben oder hinter dem Grün eine unerfreuliche Ansammlung weißer Pfosten zu bewundern. Immerhin sind die meisten Grüns nicht allzu klein, haben dafür aber die oder andere stärkere Ondulierung.

Zwei eher ungewöhnliche Par 3

Am besten gefallen haben mir auf den ersten neun die beiden Par 3 Löcher fünf und acht, weil sich beide ein wenig von den „normalen“ Par 3 abheben. Loch fünf ist mit 156 Metern (von gelb) durchschnittlich lang, aber es geht leicht bergauf – vor allem aber stehen etwa auf halber Strecke ein paar Bäume, an denen man den Ball vorsichtig vorbei manövrieren muss – oder man schießt drüber.

Loch acht ist mit 184 Metern schon recht lang und spielt sich ebenfalls bergauf. Vor allem aber ist das Grün vom Abschlag aus nicht zu sehen – einen blinden Abschlag auf einem Par 3 hatte ich bislang noch nicht gespielt. Ein hoher Pfosten hinter dem Grün zeigt die Richtung an, in die der Abschlag gehen sollte, hier ist auf jeden Fall eine gewissen Anspannung dabei.

Ein weiteres Highlight ist die Schlussloch 9, ein eher kurzes Par 5 mit zwei engeren Passagen mittendrin. Um einem kleinen Wäldchen auszuweichen sollte man den Drive eher links im Fairway platzieren, wo aber natürlich ein großer Fairwaybunker lauert. Weiter vorne – etwa 120 vor dem Grün – verengt eine Baumreihe das Fairway. Eine gute Platzierung ist hier alles.

Die Backnine

Neben dem sehr schönen Halfway-Haus liegt der zehnte Abschlag. Das eher normale Par 3 ist ein ruhiger Einstieg in die Rückrunde und bedeutet eine kurze Verschnaufpause. Es geht leicht bergauf, aber eigentlich gibt es bis auf zwei Bunker keine großen Gefahren.

Anschließend spielt man mehrere Löcher, die vor allem durch Höhenunterschiede bestechen. Es geht durch ein Tal auf ein erhöhtes Grün, oder der Abschlag wird bergab gespielt. Die Löcher 11 bis 15 sind der hügelichste Teil des Platzes, was ich ehrlich gesagt in der Region so nicht erwartet hatte.

Erst zum Abschluss kommen drei Löcher, die wieder weitestgehend eben gespielt werden. Dafür aber sind es von der Länge her richtige Brocken: zwei lange Par 4 mit jeweils knapp unter 400 Metern werden unterbrochen von einem 531 Meter langen Par 5 Loch, das sich in aller Regel auch noch gegen den Wind spielt.

Tolle Abwechslung bei den Par 4

Gleich mehrere Löcher stechen für mich heraus. Das wirklich schöne Loch 12 sieht vom Abschlag harmlos aus, das Fairway geht aber durch eine tiefe Senke, die im Sommer bestimmt jede Menge Roll bietet, wenn der Drive lang genug ist. Das buckelige Grün liegt aber wieder weit oben und das Anspiel ist damit oft genug mindestens halbblind.

Das eigentlich lange Loch 14 lockt dann als 90 Grad Dogleg links jeden Longhitter. Die diagonale Abkürzung über die Ausgrenze sollte schon 230 Meter Carrylänge haben, dann aber bleibt nur noch ein kleines Wedge ins tiefer liegende Grün. Die ganz langen Jungs können das kurz gemähte vermutlich sogar direkt angreifen – wir Shorthitter können aber auch mit konservativem Spiel gut scoren.

Das letzte Par 3 hat mir optisch auch gefallen. Bergab von einem erhöhten Abschlag spielt sich das 142 Meter lange Loch noch etwas kürzer, das nach vorn abfallende Grün ist aber rechts von Wasser, links von einem Bunker und hinten von einer Ausgrenze bewacht – Längenkontrolle ist hier alles.

Heidegolfer-Fazit zum Golfclub Rehburg-Loccum

Ich muss gestehen, ich wurde positiv überrascht, weil ich nicht mit soviel Abwechslung gerechnet hatte. Wieso ich den Platz bislang nicht auf dem Schirm hatte, weiß ich nicht – aber es war ein Fehler. Der 18 Loch Kurs des Golfclub Rehburg-Loccum ist ein toller Golfplatz, auch wenn einige Hochspannungsleitungen manchmal den Ausblick etwas trüben.

Es gibt viele abwechslungsreiche Löcher mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen. Es gibt einige breite und einige schmale Fairways, die Längen – vor allem bei den Par 4 – sind sehr unterschiedlich und es geht immer wieder einmal rauf oder runter.

Schwierige Grüns

Die Grüns sind eine richtige Herausforderung. Tendenziell fand ich sie um einiges schneller als ich es gewohnt bin, aber die Bälle halten die Spur – wenn man die Linie denn richtig gelesen hat. Genau da liegt die größte Schwierigkeit bei den Grüns im Golfclub Rehburg-Loccum: die Breaks sind stellenweise kaum zu erkennen.

Auch das Drumherum hat mir gut gefallen, also vom Empfang über die Herzlichkeit der Mitglieder bis hin zur Gastro. Natürlich hat auch das Wetter mitgespielt, dann gefällt einem die Runde ohnehin schon viel besser. Ich freu mich darauf, hier noch ein zweites Mal zu spielen. Ganz klare Empfehlung: Schaut euch den Platz mal an.

Kontakt

Golfclub Rehburg-Loccum
Hormannshausen 2a
31547 Rehburg-Loccum

Telefon: 05766 93 01-7
info@gcrl.de
www.golfclub-rehburg-loccum.de

Übrigens

Ich habe den Platz am 9. Oktober 2021 gespielt. Dieser Bericht spiegelt meine sehr individuelle, persönliche Meinung wider und wurde weder beauftragt noch bezahlt. Ich war wie erwähnt auf Einladung von Martin Stecher dort als Turnierteilnehmer zu Gast und von daher vom Club eingeladen. Beim Turnier habe ich mit meinem Team den zweiten Platz netto belegt und dafür sogar noch eine Flasche Sekt und drei Logobälle als Preis abgesahnt.

2 Kommentare

  1. Danke Olaf für den wie immer netten Bericht und Gratulation zum zweiten Platz.
    Am Steinhuder Meer bin ich als Kind sogar schon gesegelt, da mein Patenonkel dort stationiert war. Leider für mich heute nicht einfach mal so um die Ecke herum.
    Ich wünsche Dir und der Heidegolferin auf jeden Fall schöne Weihnachten und ein gesundes neues Jahr.

    Gruß Klaus

    1. Hallo Klaus,
      vielen Dank, das wünsche ich dir und den deinen auch.
      Den zweiten Platz muss ich aber fairerweise vor allem meinen beiden Mitspielern anrechnen. Ich konnte zwar auch ein wenig dazu beitragen, aber den Großteil des Erfolgs haben die zwei anderen getragen – richtig tolles Golf habe ich gesehen.
      Viele Grüße
      Olaf

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