Golf Park Steinhuder Meer

Marcus und ich waren wieder einmal auswärts unterwegs. Mitte August haben wir uns am Golf Park Steinhuder Meer getroffen und dort den 18-Loch-Platz mit dem Namen „Mardorfer“ gespielt.

Da am gleichen Tag auf dem 9-Loch-Kurzplatz die Clubmeisterschaften gespielt wurden, war der Parkplatz schon morgens gut gefüllt. Alle schienen gut gelaunt und grüßten fröhlich. Im Sekretariat wurde ich ebenfalls freundlich empfangen und man hatte uns schon eine individuelle Scorekarte vorbereitet. Eine kurze Erläuterung, wo alles zu finden ist, und schon konnte es losgehen.

27 Loch Anlage plus Bonus

Im Golf Park Steinhuder Meer gibt es neben dem 18-Loch Meisterschaftsplatz „Mardorfer“ den schon erwähnten 9-Loch Kurzplatz mit dem schönen Namen „The Orchard“. Zusätzlich gibt es zum Kurzspieltraining beziehungsweise für Golfeinsteiger drei kurze Pitch’n’Putt Löcher. 

Matten und viel Platz

Die Driving Range ist sehr großzügig und bietet jede Menge Platz. Neben den üblichen Hütten für Club-Pro und deren Training gibt es weitere überdachte Abschläge.

Ein eigener abgetrennter Bereich steht für das Kinder- und Jugendtraining zur Verfügung, die dort in Ruhe üben können. Es gibt eine Rasen-Abschlaglinie und etliche Mattenplätze.

Sogar an die Fitter ist gedacht worden, denn laut Beschreibung auf der Homepage ist auch für das ungestörte Ausprobieren neuer Schläger ein eigener, etwas abseits gelegener Platz vorgesehen.

Das Puttinggrün ist sehr groß und bietet mit 18 Löchern sogar die Möglichkeit, ein 18-Loch-Puttturnier zu veranstalten – das wäre doch mal etwas für den einen oder anderen Putterhersteller. 

Ein großes Chippinggrün mit vier Fahnen und Grünbunkern sowie ein Pitchinggrün mit drei Fahnen runden das umfangreiche Trainingsangebot ab.

Die Frontnine

Nach einer kurzen Session auf der Driving Range – es gibt leider für 1 Euro nur gefühlt 13 Bälle – sind wir rechtzeitig vor unserer Startzeit zum ersten Abschlag.

Klasse Tafeln an jeder Bahn

Vor uns waren zwei Spieler im Cart schon unterwegs und wir konnten erst einmal die Tafel mit der Bahnenbeschreibung studieren. Diese Tafeln finde ich im GolfPark Steinhuder Meer wirklich gut gelungen.

Alle wichtigen Elemente sind optisch hervorgehoben und selbst Erhebungen im Gelände sind schattiert dargestellt. Wichtige Entfernungen sind markiert und für alle vier optionalen Teeboxen angegeben (das wäre ein richtig gutes Positivbeispiel zur Darstellung auch in Birdiebooks).

Da man mit dem ersten Abschlag gleich das drittschwerste Loch des Platzes spielt, bekommt man sofort mit, was während der Runde auf den Spieler wartet. Der Einstieg ist ein herrliches Dogleg links, bergauf mit zwei Wasserhindernissen (Entschuldigung: Penalty Areas) und einem gut bewachten, ondulierten Grün.

Die Homepage gibt die 1 übrigens als schwerstes Loch des Platzes an – was auch immer stimmt, leicht spielt sich die Bahn jedenfalls nicht. Online gibt es eine Spielbeschreibung für den Scratch- und eine zweite für den Bogeygolfer. Das hatte ich auch schon einmal beim Golf-Klub Braunschweig gesehen und finde es nach wie vor sehr gut.

Sanftes Auf und Ab im Golf Park Steinhuder Meer

Die nächsten Löcher verlaufen ruhig durch das Gelände, das nicht ganz so eben ist, wie ich es erwartet hatte. Auf der drei schlägt man erhöht ab und hat eine herrlich angelegte Waste Area im Blick, die das Fairway rechts säumt.

Von solchen Waste Areas gibt es einige im GolfPark Steinhuder Meer

Diese großflächig angelegten Sandlandschaften prägen ein wenig das Bild im Golf Park Steinhuder Meer. Die kleinen bewachsenen Inseln darin sind strand- und dünentypisch mit struppigen, hohen Gräsern bewachsen – da will man den Ball nicht hinspielen. 

Tolles Par 4 Dogleg links

Es gibt ein sehr kurzes Par 4, das sogar einem Durchschnittsgolfer wie mir die Chance auf ein „green in regulation“ und damit auf ein wahrscheinlicheres Par ermöglichen. Longhitter können das Grün direkt vom Abschlag aus angreifen – Marcus‘ Drive blieb nur knapp zehn Meter vor dem Grün liegen.

Mein Favorit auf den Frontnine ist allerdings die Bahn 8, auch wenn ich sie spielerisch „verhunzt“ habe. Das mittlere Par 4 geht als Dogleg links leicht bergauf. Am Abschlag kann man sich je nach Drivelänge überlegen, wohin man über eine der großen Waste Areas abkürzen möchte.

Für die ganz langen Spieler wartet zusätzlich ein kleiner See mitten im Fairway. Das Grün liegt leicht erhöht, ist nicht breit aber lang. Dazu hat es zwei Ebenen mit einer ordentlichen Stufe dazwischen. 

Die Backnine

Die zweiten Neun starten mit einem kurzen Par 4 Dogleg rechts um einen See herum. Optisch auch eine ganz tolle Bahn, die durch den Knick wieder zum Abkürzen einlädt – wer es kann. 

Danach wird es lang. Drei Par 5 (und damit eins mehr als auf den ersten Neun) verlangen nach weiten Schlägen. Zweimal sind es mehr als 500 Meter, die man zu überwinden hat – und mindestens einmal auf jeden Fall mit Gegenwind. 

Gut bewachtes Grün mit Wasser links und Bunker rechts

Auffällig fand ich, dass alle drei Grüns der Par 5 Löcher von einem Wasserhindernis bewacht werden. Das feuchte Bällegrab kommt jetzt insgesamt öfter vor, an sieben der neun Löchern kann es nass werden.

Die Par 4 des zweiten Teils spielen sich alle „ums Eck“, es sind also immer Doglegs. Dabei wechseln sich Wasser, Bunker und Waste Areas als Verteidigung auf dem Weg zum Grün ab. Wind bleibt bei den meisten Bahnen auch im Spiel, dichte Bäume am Rand gibt es eher selten. 

Meine Favoriten auf den Backnine

Waste Area auf dem Weg zum Grün

Besonders gut gefallen hat mir Loch 15, das einzige Par 5 unter 500 Metern. Vom Abschlag ist es schon recht eng, nach etwa 200 Metern kommt der Knick.

Danach geht es durch ein „Tal“, das wieder eine dieser eindrucksvoll gestalteten Waste Areas beherbergt. Das Grün schließlich ist an einer Seite – wie schon erwähnt – von einem kleinen See beschützt, auf der anderen wartet der Strand.

Das vorletzte Loch ist als Par 3 Inselgrün hübsch anzusehen. Der Abschlag ist leicht erhöht und es sind von gelb nur knapp unter 150 Meter zur Mitte des sanft ondulierten Grüns.

Trotzdem ist aufgrund der exponierten Lage Präzision und Längenkontrolle gefragt, viel Platz für Fehler gibt es nicht.

Heidegolfer-Fazit zum „Mardorfer“

Der 18-Loch-Meisterschaftsplatz im Golf Park Steinhuder Meer wird immer wieder von verschiedenen Magazinen, Bloggerkollegen und anderen Stellen als besonders schöner Platz genannt – und ich stimmt voll und ganz zu.

Der Pflegezustand war fantastisch, die Grüns zuverlässig und spurtreu und das Platzdesign bietet jede Menge Abwechslung. Oft gibt es eine reizvolle offensive und eine faire defensive Option, die Löcher zu spielen. 

Der Golf Park Steinhuder Meer ist in jeder Hinsicht ein toller Golfplatz

Auch optisch bietet der Platz im Golf Park Steinhuder Meer einige Highlights. Getreu der Nähe zum „Meer“ findet man in Sachen Gestaltung einige Elemente wieder, die ich als Heidebewohner mit dem Meer verbinde. Das Dünengras und die Topographie passen prima zusammen, der fast allgegenwärtige Wind tut sein übriges.

Empfehlenswert und fair

Ich finde den Platz nicht zu schwer (wenn man denn geradeaus spielen kann), obwohl er seine Tücken hat. Und es schadet nichts, wenn man vorher ein paar Mal Fairwaybunker-Schläge geübt hat und weiß, wie man dort die besten Ergebnisse erzielt. Die Chance, dieses Wissen im Golf Park Steinhuder Meer anwenden zu müssen ist definitiv gegeben.

Kurz gesagt: lecker!

Wer sich meine Runde einmal Schlag für Schlag ansehen will, findet sie hier bei GameGolf (die 15 habe ich nach zwei verhunzten Drives frustriert nicht zu Ende gespielt – deswegen gibt es sie bei GG nicht; ich Nachherein fand ich das besonders schade, weil sie wirklich schön ist).

Übrigens erscheint mir auch das Preis-Leistungsverhältnis absolut angemessen. Am Wochenende bezahlt man als Greenfee-Spieler 60 Euro. Das ist im Verhältnis zum gebotenen Golfplatz absolut fair und fast schon günstig.

Die Gastro war auch sehr nett, man sitzt ganz hübsch draußen. Und die Pfanne Bratkartoffeln mit Spiegelei kann ich wärmstens empfehlen.

Kontakt

Golf Park Steinhuder Meer
Vor der Mühle 20
31535 Neustadt – OT Mardorf
Telefon 050 36 – 2778
info@gpsm.de
www.gpsm.de

Übrigens

Ich habe den Platz am 24. August 2019 gespielt. Der Bericht spiegelt meine ganz individuelle persönliche Meinung wider und wurde weder beauftragt noch verlangt. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten, mein Greenfee und den Logoball habe ich regulär bezahlt.

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