Der Heidegolfer zu Besuch bei PING Europa in England

Der Golfhersteller PING wurde 1959 von Karsten und Luise Solheim in der heimatlichen Garage in Redwood, Kalifornien, gegründet. Inzwischen befindet sich das US-Headquarter in Phoenix, Arizona. Das PING Europa Geschäft hat seinen Heimathafen in England und PINGs Deutschlandchef Sebastian Stock hat Clubfitter Martin Stecher und mir zwei Tage lang alles gezeigt.

Das European Headquarter von PING liegt in Gainsborough in der Region Lindsey der englischen Grafschaft Lincolnshire. Vom Flughafen London Stansted fährt man gut drei Stunden, Gainsborough liegt in etwa auf einer Höhe mit Manchester oder Liverpool, allerdings eher im Osten der Insel.

Vor dem Headquarter wartet das Putting Lab in Loughborough

Wir sind bei unserem Besuch allerdings etwa eine Stunde weiter südwestlich gestartet und haben dort zunächst das neue Putting Lab von PING Europa besucht. Auf dem Gelände des Loughborough Universitäts „Science and Enterprise Parks“ wurde nämlich Mitte 2022 das hochmoderne PING Performance Research Centre eröffnet.

Hier wird, umrahmt von Sportstudenten, Sport-Wissenschaftlern und anderen Fachleuten, geforscht und analysiert, was nur geht. Im Golfsimulatorbereich mit über 20 Kameras und etlichen Sensoren kann der Golfschwung Stück für Stück auseinandergenommen und erforscht werden.

Es war spannend zu beobachten dass selbst jemand wie Martin Stecher mit strahlenden Augen die Ausstattung bewunderte. Das geht sogar weit über Martins Equipment hinaus und ich finde seine Halle schon eindrucksvoll. Also entsponn sich natürlich ein ausführliches Gespräch zwischen ihm und den PING-Spezialisten, von denen Martin einige schon persönlich kannte.

Ein individueller PLD-Putter für Martin Stecher

Das Putting Lab direkt daneben bietet die perfekte Puttanalyse. Martin ist vom PING-Putterspezialisten auf einen der neuen PLD-Putter gefittet worden und wir haben den Prozess mit Kameras und Mikros begleitet. Auf seinem Youtubekanal „Martin Stecher Golf“ wird Martin ausführlich darüber berichten. Ich durfte quasi als Kamerakind Olaf hautnah dabei sein und fand die eineinhalb Stunden mega spannend.

Das coole am Putting Lap von PING Europa ist, dass hier grundsätzlich jeder sein individuelles Fitting für einen PLD Custom Fit Putter buchen kann. Das Paket liegt bei rund 2.000 Euro, also Fitting inklusive dem dann einzigartigen Putter. Termine gibt es nur mittwochs und sie sind buchbar über die Homepage – Anreise und Unterkunft sind übrigens nicht im Preis enthalten.

Ein Traumland für Putter-Fans

Ich liebe ja Putter über alles und hier hatte ich sozusagen mein Mekka gefunden. PING steht für mich wie kaum eine andere Marke für perfekte Putter. Also habe ich natürlich – nachdem Martin mit seinem Fitting durch war – selbst noch ein paar Modelle ausprobiert, die dort aufgereiht waren.

Ich spiele schon recht lange Zeit einen Evnroll Putter – und das sehr gerne und auch erfolgreich. Seit knapp zwei Jahren ist es das MidLock Modell ER8 (meinen Testbericht findet ihr hier im Blog und als Video hier auf Youtube).

Aber auch wenn ich mit dem Evnroll sehr glücklich bin, so hat es mir ein PING Putter trotzdem angetan – das wäre so die einzige Alternative, bei der ich vielleicht irgendwann schwach werden könnte.

Das große Puttinggrün im PING Europa Putting Lab ist übrigens flexibel einstellbar und kann an allen Ecken gut 20 Zentimeter hochgefahren werden. Alleine dafür hat sich der Besuch schon gelohnt – wenn ich mal im Lotto gewinne, dann muss ich meiner Frau erklären, warum wir sowas unbedingt auch brauchen.

Von Loughborough geht es weiter nach Gainsborough

Vom PING Europa Performance Center ging es danach weiter nach Gainsborough ins PING Headquarter. Etwa eine Stunde im Linksverkehr dauerte es bis ins Herz des Unternehmens. Hier findet alles statt, was PING in ganz Europa und dem mittleren Osten beschäftigt. Hier befinden sich das Marketing, die Buchhaltung und natürlich vor allem: das Lager und die Produktion.

Bei PING Europa wird jeder Schläger von Hand zusammengesetzt – wirklich jeder. Wir haben uns über zwei Stunden lang die ganzen Produktionsstationen, das Lager und alles andere angeschaut. Etliche Regalreihen sind voll mit Schäften, Schlägerköpfen, Griffen, Gewichten und so weiter.

Ungefähr 250 Menschen haben hier ihren Arbeitsplatz und die meisten von ihnen bauen Golfschläger zusammen. Dabei wird vor allem Wert auf Qualität und Präzision gelegt. Jeder Schläger wird mehrfach vermessen und kontrolliert, und zwar auf das Zehntel Grad genau – die Lofts und Lies sind also extrem genau.

Martin hatte die hohe Qualität von PING Europa auch schon mehrfach bestätigt. Er lässt ja alle für Kunden bestellten Schläger zunächst an sich liefern, um die Lofts und Lies abschließend zu kontrollieren und hat damit natürlich den besten Überblick.

Also: Wer bei PING Europa bestellt, der bekommt von Hand gefertigte Schläger mit der höchsten Präzision. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen und muss zugeben, dass ich wirklich beeindruckt war. Auch zur Produktion wird Martin auf seinem Youtube-Kanal ein eigenes Video veröffentlichen, damit auch ihr sehen könnt, was da passiert.

Übrigens

PING Europa hatte Martin eingeladen und er hatte mich zur Unterstützung mitgenommen, um ausführlich per Video berichten zu können. Wie gesagt wird es mehrere Videos geben, behaltet also Martins Kanal im Auge.

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