Test: Flat Cat Ahead – eTrolley mit Abstandssensor

Ich durfte in den letzten Wochen das neueste Trolley-Modell von Flat Cat ausführlich testen: Der Flat Cat Ahead ist ein moderner eTrolley mit einem besonderen Gimmick: Ein Abstandssensor sorgt dafür, dass man ihn gar nicht mehr anfassen muss, wenn er fahren soll.

Einen Schritt voraus

Die stärkste Motorentechnik des Unternehmens steckt im Flat Cat Ahead, dazu wurde dem Neuling die neueste Akkutechnik verpasst. Die Basis bildet das meistverkaufte Modell des Bayrischen Unternehmens: der Ahead basiert auf dem Modell Gear, das seit Jahren der Verkaufsschlager ist.

Der DC-Getriebe-Antrieb ist unsichtbar im unteren Rahmenbereich unmittelbar an den beiden großen Hinterrädern verbaut. Es ist wartungsfrei (das freut den Spieler) und besonders leistungsstark, da die Kraftübertragung direkt dort geschieht, wo sie benötigt wird. Das macht den Flat Cat Ahead auch zu einem guten Kletterer für hügeligere Plätze.

Der Akku ist identisch mit dem des Vater-Modells Gear und bietet eine hohe Leistung und lange Lebensdauer. Das Unternehmen legt Wert darauf, dass er zu nahezu 100% recyclebar ist und damit in punkto Umweltfreundlichkeit weit vorne liegt. Voll aufgeladen hält der Akku locker zwei Golfrunden durch – eine integrierte Ladeanzeige verhindert darüber hinaus Überraschungen.

Neue innovative Antriebssteuerung

Die bewährte Antriebssteuerung mittels eines Drehrades hat natürlich auch das neueste Modell zu bieten. Per Knopfdruck wird der Trolley gestartet und mit dem Drehrad kann die Laufgeschwindigkeit stufenlos justiert werden. Die hält das Gerät solange, bis der Spieler den Vorlauf deaktiviert – wieder per Tastendruck.

Im neuen Flat Cat Modell steckt aber noch eine zweite Option, die es zum „Ahead“ macht. Im unteren Teil des Griffes sind Abstandssensoren integriert. Mit der Hand einmal kurz davor und er setzt sich in Bewegung – zack, ich kann losmarschieren.

Bei einem Abstand von 15 bis 50 Zentimetern hält der Trolley immer die gleiche Distanz zum Spieler. Ich schiebe ihn also quasi mit meinem Bauch vor mir her. Als Golfer habe ich beide Hände frei und kann gemütlich gehen, der Flat Cat Ahead ist immer einen Schritt voraus. Sobald ich einen Schritt zur Seite mache, bleibt er stehen.

Kleine, gut durchdachte Gimmicks gibt es übrigens auch noch. Natürlich ist auch der Ahead mit dem patentierten Faltmechanismus ausgestattet und in drei Sekunden auf schmale 18 cm zusammengeklappt. Dazu hat er als erstes Modell am Griff einen USB-Adapter, über den zum Beispiel ein GPS-Gerät oder Handy aufgeladen werden kann (einen Handy-Halter gibt es zum Beispiel im Zubehörshop).

Technische Daten und Ausstattung

  • Antrieb: DC-Getriebe, unsichtbar direkt an den beiden Hinterrädern verbaut
  • Batterie: Lithium-Eisenphosphat (100% recyclebar) mit 8,0 Ah
  • Laufleistung: voll aufgeladen mindestens 36 Loch
  • Ladezeit: maximal sechs Stunden
  • Abmessungen gefaltet: 84 cm (H) x 58 cm (B) x 18 cm (T)
  • Spurbreite ausgeklappt: 64 cm
  • Gewicht: Trolley 7,3 kg + Akku 1,8 kg
  • Zuladung: bis zu 40 kg

Auch die von den anderen Modellen bekannten Assistenzsysteme finden sich im Flat Cat Ahead wieder. Der Parkassistent wird automatisch aktiviert, sobald der Trolley stehenbleibt, und erzeugt eine leichte Hemmung der Motoren. Der Bremsassistent wiederum bremst den Trolley automatisch, wenn es bergab geht.

Mit dem Distanzassistenten kann der Spieler seinen Flat Cat Ahead per Tastendruck 18 Meter voraus fahren lassen. Ist die Distanz erreicht, bleibt der Trolley automatisch stehen und aktiviert den Parkassistenten. Der Freilaufassistent schließlich sorgt dafür, dass sich der Trolley bei ausgeschalteten Motor leichtgängig im Leerlauf schieben lässt.

Heidegolfer-Fazit zum Flat Cat Ahead

Ich habe den Flat Cat Ahead nach meinen Clubmeisterschaften bei diversen Golfrunden eingesetzt und getestet. Als Fan der Marke habe ich mich ehrlich auf den Test gefreut und war neugierig, wie ich mit den Abstandssensoren zurechtkomme. Einfache Antwort: Ich krieg das natürlich hin, weil es intuitiv ist.

Ich muss allerdings einräumen, dass es ein paar Loch gedauert hat, bis ich mich wirklich an die neue Option gewöhnt hatte. Es ist schon ein komisches Gefühl, den Trolley nicht anzufassen, wenn man das bislang gewohnt war. Ab und zu greift man instinktiv kurz nach dem Griff und amüsiert sich dann über sich selbst.

Dank einer mitgelieferten Fernbedienung kann der Trolley übrigens auch bis zu 50 Meter vorausgefahren oder nachgeholt werden – quasi als externe Ergänzung zur integrierten Distanzfunktion. Allerdings habe ich diese Möglichkeit nicht wirklich groß ausprobiert, weil es irgendwie nie sinnvoll oder notwendig war.

Zum genialen Faltmechanismus muss ich nichts mehr sagen, das habe ich bei meinem Bericht über den Flat Cat Touch Hybrid schon ausführlich getan. Wo der Ahead gegenüber meinem Modell dicke Pluspunkte sammelt ist das geringere Gewicht. Mit nur knapp über 7 Kilogramm ist der Ahead zweieinhalb Kilo leichter – und das ist ne Menge, finde ich.

Wechsel ich jetzt das Modell?

Trotz aller innovativer Ideen werde ich persönlich trotzdem beim Touch Hybrid Modell bleiben. Das liegt allerdings vor allem daran, dass ich mich an die für mich bequemere Steuerung mittels des Touchgriffes gewöhnt habe, die ich sicherlich auf Dauer vermissen würde. Außerdem finde ich die Reaktionen anderer Spieler lustig, wenn sie meinen Trolley das erste Mal „schieben“ wollen und er einfach losfährt.

Dazu kommt, dass der Flat Cat Ahead einen seiner größten Vorteile gegenüber meinem aktuellen Model bei mir zuhause schlicht nicht ausspielen kann: ich lebe in der Heide und die Berge halten sich hier in engen (bzw. flachen) Grenzen. Wirkliche Steigungen sind bei uns in der Region ausgesprochen selten zu überwinden.

Der Ahead ist aber – wie sein Vatermodell Gear – eine regelrechte Bergziege, auch wenn er durch die Kraft nicht ganz so flüsterleise ist wie mein Touch Hybrid. Er ist also vor allem auf hügeligeren Plätzen richtig stark. Würde ich häufiger auf solchen Plätzen spielen, dann fiele meine Entscheidung womöglich anders aus.

Zum Preis-Leistungsverhältnis muss sich natürlich jeder selbst ein individuelles Urteil bilden, aber genau das empfehle ich euch auch. Probiert es aus. Alle großen Händler in ganz Deutschland haben die Modelle im Angebot und dort kann man sie live testen.

Übrigens

Dieser Bericht spiegelt meine persönliche, ganz individuelle Meinung wider. Die Firma Flat Cat hat mir freie Hand gelassen und nicht einmal versucht, Einfluss auf diesen Bericht zu nehmen – dann hätte ich auch abgelehnt. Ich bin als Markenbotschafter mit dem Unternehmen verbunden, dennoch lasse ich mir natürlich nicht in den Blog reinreden (das machen die aber auch nicht).

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