Mehr Spielvarianten im Golf für noch mehr Abwechslung

Immer das gleiche zu spielen kann selbst im Golf auf Dauer langweilig werden. Wer nach mehr Abwechslung sucht, der kann aus einer Vielzahl von Möglichkeiten schöpfen. Neben den üblichen Spielvarianten im Golf, die die offiziellen Golfregeln vorsehen, gibt es auch einige eher spaßige Ideen, die ich Euch heute vorstellen möchte.

Praktisch dabei ist, dass einige sogar einen zusätzlichen Trainingseffekt bieten – aber dazu gleich mehr. Hier also Ideen, die nicht so ganz regelkonform sind, dafür aber umso unterhaltsamer. Ein paar Möglichkeiten zum Zocken beim Golf hatte ich euch auch schon einmal zusammengestellt. Jetzt geht es wie erwähnt um noch mehr Spielvarianten im Golf.

Battle Golf

Ihr wollt Euer Match Play mit dem besten Golf Buddy einmal etwas aufpeppen? Herzlich willkommen zum Battle Golf. Es geht im Lochspiel gegeneinander und als Bonus kann man dem Gegner das Leben auch noch schwerer machen.

Wer ein Loch gewinnt, heimst nicht nur den Punkt dafür ein, sondern darf seinem Gegenspieler auch noch einen beliebigen Schläger aus dem Bag wegnehmen. Das kann vom Putter bis zum Driver jeder Schläger sein, die Wahl trifft der Sieger des Loches.

Hat man selbst schon einige Schläger abgeben müssen, dann darf man sich alternativ auch einen der Schläger zurückholen. Die Entscheidung heißt also: will ich mich selbst stärken oder meinen Gegner schwächen.

Ein kleiner, einfacher Zock unter Freunden, der manchmal sogar hilft, die eigene Kreativität anzukurbeln – wenn zum Beispiel das richtige Wedge fehlt kann man nebenbei üben, mit einem kurzen oder mittleren Eisen anzunähern. Oder man lernt, wie es sich mit dem Hybrid puttet. Spaß macht es allemal.

Mulligan-Golf

Eigentlich gibt es beim Golf keinen zweiten Versuch (ich hatte das schon einmal angeregt: den „second Service“ für Golfer), aber als Spaß-Variante kann man das in einer privaten Golfrunde einbauen.

Vor dem Start vereinbaren beide Spieler, wie viele Mulligans jeder pro Runde hat – pro Bahn kann allerdings immer nur einer eingesetzt werden. Sind beide etwa gleich stark, so sollte auch die Mulliganzahl ausgeglichen sein. Bei starken Unterschieden in der Vorgabe, kann der vermeintlich schwächere Spieler einen entsprechenden Mulliganbonus bekommen.

Als zwei Varianten kann man Mulligans nur am Abschlag gewähren oder auch im langen Spiel (auf dem Grün empfiehlt es sich generell nicht). Und dann geht es los.

Natürlich ist das Spiel nicht mehr regelkonform (der „second Service“ ist halt doch ein Tennisprivileg), aber eine Fun-Runde spielt man ja sowieso nicht handicaprelevant. Also: viel Spaß.

Mulligan-Gilligan-Golf

Eine Steigerung der Mulligan-Runde ist die Mulligan-Gilligan-Version – das geht vor allem sehr gut im Match Play. Der Gilligan ist der böse Bruder vom Mulligan, also im Prinzip sein genaues Gegenteil. Mit ihm kann ich vom Gegenspieler verlangen, dass er seinen letzten Schlag noch einmal ausführen muss. Man sucht sich dafür also einen besonders gelungenen Schlag aus (und hier ist ausdrücklich auch ein Putt eine Option).

In aller Regel spielt man es so, dass ein Mulligan pro Bahn erlaubt ist. Habe ich diesen in Anspruch genommen, so wird meinem Gegner ein Gilligan gutgeschrieben. Den kann er ab dem darauffolgenden Schlag (oder ab der folgenden Bahn, je nach Vereinbarung) einsetzen und von mir verlangen, einen vielleicht richtig guten Schlag noch einmal zu spielen.

Meist wird vereinbart, dass eine bestimmte Anzahl von Gilligans nicht überschritten werden darf. Zum Beispiel darf ich maximal zwei ansammeln (es sind also auch nur zwei Mulligans möglich, bevor ein Gilligan „zurückgezahlt“ ist). Außerdem darf ich die Gilligans nicht gegeneinander verrechnen, sondern muss sie „abspielen“.

Aber grundsätzlich sind auch hier natürlich der Kreativität keine Grenzen gesetzt – regelkonform ist der Spaß sowieso nicht. Dafür aber umso unterhaltsamer, probiert es mal aus.

Split Sixes / Dreiball Chairman (Lochspiel zu dritt)

Wer als Trio zocken möchte, der ist mit Split Sixes gut bedient. In Deutschland heißt diese Golf Spielvariante auch oft Dreiball Chairman, die Regeln sind aber identisch. Drei Spieler spielen ein Lochspiel um Punkte, an jedem Loch werden sechs Punkte verteilt.

Der Spieler, der an einem Loch alleine das beste Ergebnis erzielt, erhält vier Punkte. Der zweitbeste darf sich noch zwei Punkte gutschreiben. Haben die beiden unterlegenen Spieler das Loch gleich gespielt, so erhalten beide jeweils einen Punkt.

Bei zwei gleichen besten Ergebnissen an einem Loch erhalten die beiden Spieler jeweils drei Punkte. Der dritte Spieler (mit dem schlechteren Ergebnis) geht in dem Fall leer aus. Am Ende der Runde addieren die Spieler ihre Punkte und der Sieger lädt die beiden anderen zum Trost auf ein Getränk ein – zum Beispiel… 😉

Übrigens kann man hier natürlich im Brutto rechnen oder alternativ das jeweilige Nettoergebnis der Spieler heranziehen. Die Nettorechnung macht vor allem dann Sinn, wenn es größere Unterschiede bei den Handicaps gibt. Liegen alle drei Spieler zumindest ähnlich, dann vereinfacht die Bruttosicht das Zählen ein wenig.

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