Golf Park Soltau im Golfplatz-Check

Der Golf Park Soltau liegt von mir rund eine Autostunde entfernt und hat neben einem eher eintönigen 9 Loch Kurzplatz auch einen interessanten 18 Loch Meisterschaftsplatz zu bieten. Ich will eigentlich seit zweieinhalb Jahren einen Bericht schreiben – jetzt ist es endlich mal soweit.

Empfang und Übungsanlagen

Vom großzügigen Parkplatz sind es nur ein paar Schritte zum Clubhaus, das beschaulich heidetypisch daherkommt. Im Vorderen Bereich sind das Sekretariat und ein kleiner Proshop untergebracht. Ich bin bisher jedesmal sehr freundlich empfangen worden, so etwas finde ich immer wichtig.

Die sich direkt anschließende Gastro gefiel mir ebenfalls gut, wobei ich zum Essen nichts sagen kann, da wir nach der Runde nur ein-zwei Kaltgetränke hatten. 😉 Schön ist die Terrasse vor dem Gebäude – wenn das Wetter mitspielt sitzt man hier wirklich gut.

In unmittelbarer Nähe zum Clubhaus auf dem Weg zum ersten Tee befindet sich das Puttinggrün. Das ist ausreichend groß und insgesamt recht eben – das passt aber zum Platz, denn bis auf wenige Ausnahmen gibt es auch keine großen Breaks auf den Grüns des großen Golfplatzes.

Die Driving Range liegt ein Stück weiter hinten hinter dem Parkplatz. Sie bietet eine ordentliche Anzahl Rasenabschläge sowie immerhin fünf überdachte Plätze. Es gibt einige kleinere Ziele auf der Range und einen Pitchingbereich inklusive Übungsbunker.

Die Frontnine

Im Golf Park Soltau startet man gleich mit dem Schwersten Loch des Platzes. Das Par 4 ist zwar eher kurz, aber hat ein seitlich versetztes Grün, das von hohen Bäumen umgeben ist. Ein Wassergraben vor dem Grün und ein breiter Bunker dahinter sind eine starke Verteidigung.

Es folgt eines der beiden langen Par 5 auf den Frontnine, einige Par 4 und man bewegt sich quasi im Kreis am äußeren Rand des Geländes entlang. Die Löcher zwei bis acht bilden sozusagen den äußeren „Ring“ des Golfplatzes – man spielt also die ganze Zeit rechts an einer Ausgrenze entlang.

Es gibt lediglich ein Par 3, das aber mit 199 Metern von gelb auch mal richtig lang geraten ist. Dafür sind alle Par 4 zwischen 335 und 350 Meter lang, die einzige Ausnahme davon bildet Loch 3 mit knapp 380 Metern. An den ersten vier Löchern kommt zudem Wasser ins Spiel – die übrigen fünf kann man komplett trocken absolvieren.

Interessante Doglegs

Zu meinen persönlichen Favoriten zählen neben der wirklich tollen eins die Löcher drei und sechs. Das einzige längere Par 4 ist ein schönes Dogleg links mit einem Teich im Knick, den man aber eigentlich mit einem guten Abschlag locker überspielen könnte. Verzogene Bälle enden allerdings schnell mit einem Baum oder Strauch auf dem Weg zum Grün, das wiederum keine allzu große Schwierigkeiten bereitet.

Loch sechs habe ich noch nie gut gespielt, nichts desto trotz ist das Par 4 aus meiner Sicht wirklich interessant. Diesmal warten einige Bäume und ein Fairwaybunker im Knick des Dogleg links. Mit einem kontrollierten Abschlag in die optisch sehr schmale Drivezone kann man das Grün trotzdem sehr gut mit dem dritten Schlag erreichen.

Longhitter allerdings werden regelrecht gereizt, über die Ecke abzukürzen und sich nur noch ein Wedge ins Grün zu lassen. Wenn es gelingt, verspricht das ziemlich ebene Grün eine gute Chance auf Par oder sogar ein Birdie, wenn nicht, dann ist das Bogey oder schlimmer fast sicher.

Die Backnine

Kurz hinter der Driving Range liegt der zehnte Abschlag, man bewegt sich nun sozusagen im inneren Teil des Geländes. Wieder startet man mit der Kombination kurzes Par 4 und langes Par 5. Bis auf den langgezogenen Grünbunker von Loch zehn, der das halbe Grün umrundet, gibt es allerdings keine allzu großen Schwierigkeiten zu bewältigen.

Es folgt eine Kombination aus vier eher kurzen Löchern, jeweils zwei durchschnittlich lange Par 3 und zwei Par 4 unter 300 Metern. Es gibt auch auf den Backnine einige Löcher, bei denen Wasser integriert ist, wirklich ins Spiel kommt es aber eigentlich erst auf den letzten beiden Löchern 17 und 18 – genauso wie eine Ausgrenze rechts.

Als Shorthitter finde ich kürzere Par 4 naturgemäß meistens gut, optisch am besten finde ich im Golf Park Soltau Loch 14 – ein 280 Meter kurzes Dogleg links. Der Fairwaybunker wird vor allem von den Ästen der Bäume im Knick gefüttert, wenn der Abschlag zu links oder zu kurz gerät. Das Grün ist eher klein, spielt sich aber trotzdem nicht allzu schwer.

Die Highlights zum Abschluss

Die Abschlusskombination der Löcher 16 bis 18 finde ich dann richtig gut. Erst ein kurzes Par 4 Dogleg – ausnahmsweise einmal rechts. Der Abschlag sieht unglaublich eng aus, ist aber eher optisch anspruchsvoll, weil es ausreichend Platz gibt und selbst Querschläger meistens gut weitergespielt werden können.

Das letzte Par 5 des Platzes, Loch 17, ist hingegen noch einmal eine echte Herausforderung. Vom Abschlag wirkt das Fairway extrem eng, rechts und links ragen Bäume in die Mitte und am Ende der knapp 500 Meter wartet ein kleines Inselgrün. Hübsch anzusehen und richtig schwer, nicht umsonst ist es die zweitschwerste Bahn des Platzes.

Das Abschlussloch ist mit nur 241 Metern von gelb extrem kurz und trotzdem längst nicht das leichteste Loch. Die Ausgrenze rechts und das Wasser vor dem kleinen Grün sorgen dafür, dass man vor dem Gang zum 19. Loch noch einmal die volle Konzentration benötigt, um eine schöne Runde auch gut abzuschließen.

Heidegolfer-Fazit zum Golf Park Soltau

Ich mag den Platz ganz gerne. Mir gefällt vor allem die schöne Abwechslung, die viele der Bahnen bieten. Es gibt einige sehr interessante und herausfordernde Löcher und dann zwischendurch aber auch immer mal wieder ein eher einfaches Loch zum Durchschnaufen.

Mit rund 6000 Metern von gelb ist der Meisterschaftsplatz im Golf Park Soltau nicht gerade kurz geraten. Vor allem die insgesamt fünf Par 5 Löcher tragen dazu bei. Sie sind nämlich alle jeweils rund 490 Meter lang, übrigens aber trotzdem sehr unterschiedlich gestaltet.

Als Gegenpart zu den fünf ganz langen Löchern gibt es nur drei Par 3 Löcher, die mit 158, 179 und 199 Metern auch nicht wirklich kurz sind. Man sollte also schon eine gewisse Grundlänge besitzen, um in Soltau einen guten Score nach Hause zu bringen.

Viel Variation macht den Platz interessant

Trotzdem oder vielleicht auch deshalb ist der Platz tatsächlich recht interessant. Die meiste Variation gibt es bei den Par 4 Löchern und die gefallen mir auch insgesamt am besten. Hier wechseln sich sehr lange und sehr kurze Bahnen ab und auch die Herausforderungen sind ganz unterschiedlich.

Die Grüns sind – bis auf eine Ausnahme – eher wenig onduliert. Bei unseren Besuchen waren sie alle spurtreu und nicht allzu schnell. Fast alle hängen außerdem von hinten nach vorne, so dass es in der Regel Sinn macht, sie von vorne anzuspielen, um einen Bergauf-Putt zu haben.

Für eine schöne, unterhaltsame Runde Golf ist der Platz absolut geeignet und sportliche Herausforderungen bietet er auch ausreichende. Vor allem ist er trotz der Länge auch für Spieler (fast) aller Spielstärken geeignet. Es gibt immer einen konservativen Weg, die Löcher zu spielen. Und selbst für höhere Handicaps ist dank der kurzen Par 4 zumindest theoretisch auch mal ein Par drin.

Den Platz im Video anschauen

Wer sich den Platz einmal ausführlich im „Kursvlog-Format“ anschauen möchte, für den gibt es zwei Videos auf dem Youtube-Kanal vom Heidegolfer. Mein Freund Marcus und ich haben als Ernie & Birdie on Tour Ende September 2021 gespielt und alle Schläge mitgefilmt (natürlich mit Zustimmung des Clubs).

Unsere Runde ist aufgeteilt in zwei Videos (damit man sich alles in Ruhe anschauen kann). Hier findet Ihr das Youtube-Video der Löcher 1 bis 9 und im Anschluss gibt es hier das Youtube-Video der Löcher 10 bis 18 im Golf Park Soltau. Wenn ihr sowieso schon auf dem Kanal unterwegs seid, dann lasst doch auch gleich ein Abo da – ich verspreche, es lohnt sich.

Kontakt

Golfpark Soltau
Hof Loh
29614 Soltau
Tel. 05191 9676333
info@golf-soltau.de
www.golf-soltau.de

Übrigens

Ich habe den Platz am 10. März 2019 zum ersten Mal gespielt, bisher zuletzt am 30. September 2021. Mein Bericht spiegelt meine individuelle Meinung wider und wurde weder beauftragt noch verlangt. Eine Vergütung oder andere anderweitige Vergünstigung habe ich nicht erhalten und mir wurde auch nichts derartiges in Aussicht gestellt. Das Greenfee habe ich regulär bezahlt.

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