Projekt „UHU“ #14 – Eine Runde Golf mit Silas

Die Saison kommt so langsam aus den Startlöchern und ich suche schon wieder nach einem neuen Pro. Uli hat nämlich zum Frühlingsanfang den Golfclub Peine verlassen. So langsam komme ich ins Grübeln, ob ich Golf-Pros vertreibe – erst Marco, der nach Grömitz gegangen ist, jetzt Uli, den es nach Magdeburg gezogen hat.

Selfie mit Silas… 😉

Muss ich mir Gedanken machen?

Wie dem auch sei, ich brauche ja definitiv weiter Hilfe und habe mir gedacht, ich versuche mal etwas ganz Verrücktes: Ich frage Silas Wagner, ob er mir helfen möchte.

Ich habe ihn ja letztes Jahr schon einmal besucht und damals als wirklich coolen und sympathischen Kerl kennen gelernt. Falls Ihr es noch nicht kennt, dann schaut Euch auf jeden Fall nochmal „Ein Dutzend Fragen an … Silas Wagner“ an, damit Ihr wisst, von wem ich rede.

Mindestens genauso empfehlenswert ist übrigens sein YouTube-Kanal Silas Wagner – Golf 180. Silas‘ Videos sind richtig gut gemacht, hilfreich und vor allem leicht verständlich und informativ. Also: wer es noch nicht getan hat, der sollte seinen Kanal schleunigst abonnieren.

Training und Golf mit Silas Wagner

Ich hatte mich direkt für den Tag nach seiner letzten Golfreise (Portugal) mit Silas im Golfclub Sieben-Berge verabredet. Der Plan war, dass er zunächst auf der Range kurz schaut, ob meine Bewegungen zumindest tendenziell wie Golf aussehen.

Auf den zweiten neun in 7-Berge

Anschließend wollten wir dann gemeinsam auf den Platz gehen. So eine Golfrunde mit dem Pro ist dann doch etwas ganz anderes als eine Stunde Range-Training, weil eben „alles“ passiert.

Aus meiner früheren Erfahrung mit Uli auf der Runde habe ich es lieben gelernt, wenn auch der Pro mitspielt. So fühlt es sich für mich als Spieler eher nach einer „normalen“ Golfrunde an und ich habe spätestens nach dem zweiten Abschlag gar nicht mehr das Gefühl, dass ich unter besonderer Beobachtung stehe.

Angekündigt hatte ich natürlich vollmundig, dass ich mein ganzes Repertoire auspacken werde. Ich kann nämlich mit ein wenig Stolz (und viel Selbstironie) sagen, dass ich so ziemlich jeden Fehlschlag fast bis zur Perfektion beherrsche. Nur halt leider nicht kontrolliert.

Und um es vorweg zu nehmen: Ein Socket habe ich an dem Tag nicht geschafft… 😉

Dafür habe ich fette Treffer, dünne Treffer, Hooks, Topper und Co. präsentiert. Lediglich den sonst so treuen Slice mit dem Driver hatte ich wohl an diesem Tag zuhause gelassen. Wenn mein Abschlag wegging, dann nach links. Einen einzigen klitzekleinen Babyslice mit meinem 5er Holz konnte ich auf einem (für mich) längeren Par 3 demonstrieren – aber die kurzen Bahnen liegen mir ja im Moment eh nicht so besonders.

Wasserball zum Einstieg

Das zehnte Grün mit Teich

Mein gestörtes Verhältnis zu Par 3 Löchern konnte ich übrigens gleich am ersten Abschlag unter Beweis stellen. Wir haben die Backnine gespielt und die beginnen mit einem (optisch wirklich schönen) mittleren Par 3.

Leider gibt es unmittelbar vor dem Grün einen Teich, auf Golf-Neudeutsch jetzt penalty area genannt. Ratet mal, von wem der Balltaucher jetzt frisches Futter bekommen hat…

Ich führe das aber ehrlich gesagt auch darauf zurück, dass ich ziemlich nervös angefangen habe. So ganz ohne ist es nervlich dann doch nicht, wenn der Pro den Ball erstens schon aufs Grün gehauen hat und Dir dann zweitens dabei zuschaut, wie Du das machst.

Ab der zweiten Bahn, also ab Loch elf, ging es dann aber eigentlich. Mein Drive war kurz aber trocken und damit im Spiel und alles war gut. Wir haben unsere Bahnen gespielt (und ich neidvoll diesen langen Drives hinterhergeschaut, die Silas spielt) und uns viel unterhalten.

Natürlich hat Silas von mir diverse Kostproben aus meinem Fehlschlagrepertoire bekommen und dann versucht, mir mit kleineren Anpassungen zu helfen. Und auch über die eine oder andere Schlagentscheidung haben wir gesprochen, weil ich das Thema Coursemanagement bislang eher stiefmütterlich behandelt hatte.

Die Veränderungen müssen sich einspielen

Am Ende unserer Runde hat mir Silas zwei-drei Dinge mitgegeben, worauf ich achten und was ich verändern soll. Das gilt es für mich jetzt im Training und auf den nächsten Runden konsequent umzusetzen, damit sie in Fleisch und Blut übergehen.

In etwa vier bis sechs Wochen fahre ich das nächste Mal zu Silas und wir spielen wieder einige Löcher zusammen. Bis dahin sollten sich die Anpassungen einschleifen, damit ich dem Lehrer nicht sagen muss, dass ich meine Hausaufgaben nicht gemacht habe.

Auch für die Zwischenzeit hat mir Silas seinen „Roboter“ gezeigt (das Video lädt er die Tage auch noch auf YouTube hoch).

Das ist eine ebenso simple wie gute Übung für mehr Körperrotation im Rückschwung – genau da habe ich noch jede Menge Potential. Aber wo habe ich das nicht… 😉

Das einzige, was schon immer gepasst hat, ist meine Motivation. Talent … pah! … wer braucht denn bitte Talent! Mit ausreichend Motivation wird es schon klappen. Und Geduld, die kann in meinem Fall sicher auch nicht schaden. Zum Glück hat Silas die wenigstens.

Eventuell planen wir noch etwas mehr als die gemeinsame Golfrunde – aber dazu später vielleicht mehr.

Wenn Ihr auch einmal das Vergnügen haben wollt, mit Silas zu trainieren, dann findet Ihr hier alle Infos zu ihm und könnt hier gleich Unterricht buchen. Ich kann es nur empfehlen (und bekomme dafür keine Provision…). 😉

2 Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch zum neuen Blog-Layout! Gefällt mir sehr gut!

    Auch ich bin immer auf der Suche nach Hilfe, wie sich die vielen möglichen Fehler im eigenen Golfschwung vermeiden lassen… Als „Hardhitter“ haben mir die Youtube-Videos und kostenlosen Tipps von Paul Wilson (Motto: „Stay loose“) zuletzt sehr gut geholfen.

    1. Danke Dir für das Lob… 🙂
      Ja, YouTube bietet auch viel. Manchmal gefühlt sogar zu viel – das verwirrt mich inzwischen mehr als dass es mir hilft. Aber ich denke eh‘ zuviel nach beim Spielen…

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