Golf- und Landclub Nordkirchen

Das zweite Turnier der „Fantastic Fore“ (vier positiv bekloppte Golfer und Bloggerkollegen aus dem Ruhrpott), der „2. FantasticFore-Cup“, fand im Golf- und Landclub Nordkirchen im Münsterland statt – und ich war dabei. Dass das Turnier Spaß gemacht hat, brauche ich nicht extra zu betonen, aber auch der Platz an sich hat die längere Anfahrt gelohnt.

Heimeliges Münsterland

Bei der Fahrt auf das Gelände vom Golf- und Landclub Nordkirchen hat man das Gefühl, auf ein ehemaliges Landgestüt zu fahren. Das langgezogene Clubhaus und die Nebengebäude wirken so echt und heimelig, dass man sich sofort wohl fühlen kann.

Innen findet man modernste Einrichtung vor, einen kleinen aber gut sortierten Proshop und die Anmeldung. Zum Restaurant geht es eine Treppe hinauf, wo bei gutem Wetter eine großzügige Dachterrasse den Überblick über Tee 1 und das 18. Grün bietet.

Übungseinrichtungen

Die gute alte Ballspirale gibt es hier auch

Die Driving Range ist nicht sonderlich breit, aber absolut ausreichend. Es gibt überdachte Abschlagplätze mit Matten, bei entsprechender Witterung sind aber die gewohnten Rasenabschläge eingerichtet. Der Ballautomat gibt sich mit 1 und 2 Euro Münzen zufrieden, was ich persönlich immer besser finde als die Tokenlösung.

Das daneben liegende Puttinggrün ist recht groß und stellenweise ordentlich onduliert. Von daher kann man sich gut auf die zu spielenden Grüns einstellen und das Rolltempo auch für Bergab- und Bergauf-Putts austesten.

Weiter hinten gibt es ein kleines Pitching Grün mit ungefähr 60 Metern Länge und einen größeren Übungsbunker. Das stufige Grün bietet mit drei unterschiedlichen Fahnenpositionen ebenfalls gute Trainingsmöglichkeiten.

Die Frontnine

Die Golfrunde beginnt mit einem fairen Par 4 Dogleg links. Bunker warten erst am Grün, ansonsten lauern bis auf die umliegenden Bäume wenig Gefahren.  Eigentlich ist die 1 für mich ein typisches Bogey-Loch. Es geht bis zum Grün hin leicht bergab und insgesamt ist das Fairway recht breit angelegt.

Durch diese Schneise muss der Abschlag

Auf den folgenden Löchern aber wird es mehrfach recht enger. Gerade an den Abschlägen von gelb steht man immer wieder vor einer Schneise, durch die der Drive gehen muss.

Danach wird die Landezone oft zwar wieder etwas breiter, aber durch geschickt gesetzte Bunker und diverse Bäume gibt es genug Optionen für ungünstige Lagen.

Viel Abwechslung

Dabei sind die Bahnen trotzdem meistens recht fair. Lange, mittlere und kurze Bahnen wechseln sich angenehm ab, so dass keine Langeweile aufkommt. Auch die Aufteilung auf jeweils drei Par 3, drei Par 4 und drei Par 5 sorgt für ein kurzweiliges Vergnügen.

Besonders gefallen haben mir das kurze Par 5 Loch Nr. 5 mit seinem wirklich schönen Abschlag über einen See auf ein Fairway, das sich leicht nach rechts um einen Wald krümmt.

Die Landezone für den Drive ist geradeaus

Etwa 100 Meter vor dem gut bewachten Grün kommt noch einmal Wasser ins Spiel und macht somit den Layup zusätzlich interessant.

Das direkt folgende kürzeste Loch, ein nur 124 Meter langes Par 3, fand ich auch sehr schön. Es gibt wenig Platz für Fehler. Vor dem sehr kleinen Grün wartet links ein Teich, an dessen Rand ein tieferer Bunker und rechts neben dem Grün diverse Bäume lauern. Schön anzusehen und schwer zu spielen.

Die Backnine

Gut gepflegte Grüns

Die zweiten neun starten mit einem längeren, aber nicht allzu breiten Par 3, das speziell für Hooker durch eine dichte Baumreihe links Gefahren birgt. Zwei Bunker machen das Anspiel nicht einfach.

Das folgende Par 5 startet erneut aus einer Schneise auf ein großzügiges Fairway, in dessen Mitte der „signature tree“ steht: Eine hohle Weide, die schon vom Blitz getroffen wurde, abgebrannt ist und trotzdem immer wieder grün wird.

Ansonsten setzt sich das fort, was auch schon die ersten neun so angenehm gemacht hat: Es gibt immer einen leichten und einen schweren Weg, die Löcher zu spielen.

Wer gezielt auf das Bogey geht, kann Gefahren aus dem Weg gehen, das Spiel auf Angriff und Par/Birdie ist aber auch gut möglich.

Insgesamt etwas länger

Die zwei Par 5 der Backnine sind mit 524 und 525 Metern enorm lang. Zusätzlich gibt es noch ein fast 400 Meter langes Par 4, das sich zumindest für mich auch eher wie ein Par 5 spielt. 

Der schmale vorletzte Abschlag

Als Ausgleich gibt es gleich drei mittlere Par 3, von denen das letzte als Schlussloch auf das Clubhaus zu mit seinem Teich unmittelbar vor dem Grün sicherlich das schönste ist.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir daneben vor allem Loch 17. Das eher kurze Par 4 geradeaus spielt sich deutlich länger als es ist, weil es zum Grün hin ordentlich aufwärts geht.

Und auch hier erfolgt der Abschlag wieder einmal aus einer Schneise heraus und sollte möglichst gerade sein, weil links die Ausgrenze und rechts dichter Wald lauern.

Von meinem Eindruck her haben die zweiten neun Loch insgesamt auch etwas mehr Wasser zu bieten, zumal sich auch der eine oder andere Graben neben oder durch die Fairways schlängelt.

Heidegolfer-Fazit zum Golf- und Landclub Nordkirchen

Der Platz bietet viel Abwechslung. Mit etwas mehr als 5.800 Metern von gelb ist er nicht besonders lang, spielt sich aber dennoch nicht allzu leicht. Wie schon erwähnt ist es gerade am Abschlag immer mal wieder etwas enger.

Auch neben dem Fairway kann man Bälle oft wiederfinden

Andererseits finde ich ihn auch für mich Otto-Normalgolfer fair, weil man oft die Chance hat, (leicht) verzogene Bälle zwischen den Bäumen oder in den großzügig ausgemähten Semi-Roughs wieder zu finden.

Dazu kann man die Grüns meist frontal anspielen, da die Grünbunker fast immer seitlich liegen und damit der beliebte „Rentnereingang“ eine echte Option darstellt.

Der Golf- und Landclub Nordkirchen bietet einen schönen und gut gepflegten Parklandkurs, den ich gerne weiter empfehle. Mit 60 / 80 Euro (wochentags / Wochenende) liegt er preislich im Rahmen und wer mit einem Mitglied unterwegs ist, kann auch noch einmal 20 Euro sparen. 

Weiter Eindrücke gibt es wie immer in der Galerie am Ende.

Kontakt

Golf- und Landclub Nordkirchen e.V.
Am Golfplatz 6
59394 Nordkirchen

Telefon 02596 919-1
info@golfclub-nordkirchen.de

Übrigens

Gespielt habe ich den Platz am 27. April 2019. Dieser Bericht spiegelt alleine meine sehr persönliche, individuelle Meinung wider. Eine Bezahlung oder anderweitige Vergünstigung habe ich nicht erhalten und es wurde mir auch nichts derartiges in Aussicht gestellt. Meine Gebühr für das Turnier und damit auch den Greenfee-Beitrag habe ich regulär wie jeder andere Teilnehmer auch selbst bezahlt.

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