Golf Lounge Hamburg

Es war ein sehr regnerischer Sonntag im Herbst, als ich mit zwei Golffreunden in der Golf Lounge Hamburg verabredet war. Wir wollten Spaß haben, Golf spielen und waren neugierig, was genau es dort alles gibt. 

Golf mit Entertainment zu verbinden, das ist das Ziel der Golf Lounge. Chillige Lounge Möbel, Musik, gute Laune und viele verschiedene Spielmöglichkeiten sind die Argumente, die diesen Antritt stützen.

Zielgruppe Golfer und Nichtgolfer

Die Golf Lounge Hamburg wendet sich mit ihrem Angebot ganz klar sowohl an aktive Golfer als auch an diejenigen, die es einfach einmal ausprobieren wollen.

Kernstück der Anlage ist dabei eine Driving Range, die sich über drei Ebenen erstreckt. Es gibt auf jeder Ebene eine Reihe Abschlagplätze mit bequemen Loungemöbeln, einem Monitor und eben einer Abschlagmatte.

Von den Matten aus schlägt man Bälle in eine breite und lange Range, die zum Schutz des Umfeldes von Netzen umspannt ist. Als Ziele stehen etliche Elemente zur Verfügung – es gibt einige Fahnen, die in unterschiedlichen Entfernungen in einer Zielscheibe stecken (je weiter weg, desto größer ist die „Scheibe“).

Daneben liegt ein „Pirate Course“ genannter 9-Loch Minigolf-Parcours auf Kunstrasen, der im Sommer sicher richtig Laune machen kann. Direkt davor lädt der „Beach Club“ an lauen Sommerabenden mit weichem Strandsand, Liegestühlen und Grill zum gemütlichen Chillen ein.

Ein kleines „Kurzspiel-Areal“ vor dem Gebäude für das Bunker- und Chiptraining rundet das Angebot ab. Hier wie in den anderen Bereichen gibt es unterschiedliche Angebote für Freunde, Familien, Golfer und unerfahrene Anfänger – allen bietet die Golf Lounge etwas.

Indoor Golf-Simulator

Wir drei Golfer hatten zunächst den Golf-Simulator für zwei Stunden gebucht. Das geht ganz leicht über das Online-Buchungssystem, zumal man über diesen Weg auch noch sparen kann (19 Euro pro Stunde gegenüber 29 Euro regulär).

Der Simulator befindet sich in einem abgeschlossenen Raum, so dass man ungestört verschiedene Golfplätze spielen kann. Bälle und Schläger bringt man hier naturgemäß mit, für Getränke und einen Snack gibt es eine gute Karte. 

Das Handling ist relativ simpel und intuitiv. Im Zweifel kann man aber natürlich auch nach Hilfe fragen und bekommt eine kurze Einleitung vom freundlichen Personal. Wir haben es selbst versucht und waren nach zwei-drei Minuten durch mit den Einstellungen.

Knapp zwei Stunden lang haben wir abwechselnd die Bälle in Richtung Leinwand gedroschen. Der Ballflug wird auf der Leinwand als Tracer angezeigt – das sieht schon cool aus.

Abschlag, langes Spiel, Pitches und Chips spielen sich im Grunde ziemlich genau wie auch auf einem normalen Golfplatz. Bunker und Rough sind natürlich aber nicht simulierbar.

Auch bei den Putts kommt der Simulator an seine Grenzen, wobei man es trotzdem bei einer Einstellung mit Putten spielen kann – hier muss man sich „nur“ an die Dosierung gewöhnen. Alternativ steht ein Automatismus zur Verfügung, der nach Wahrscheinlichkeit die Zahl der Putts ermittelt.

Unabhängig davon macht es richtig Laune, am Simulator zu spielen. Außerdem schwingt man unbeschwerter, da man keine Angst haben muss, beim nächsten Schlag im Dickicht zu stehen – auch wenn es auf der Leinwand dann vielleicht so ausschaut. 🙂

Trackman-Gaming

Nach unseren zwei Stunden im Simulator haben wir auf der eigentlichen Range noch das „Trackman-Gaming Spezial“ genutzt. Zu diesem Angebot gehört eine Matte für zwei Stunden, eine Ball-Flatrate sowie ein Burger mit Softdrink pro Person. Wer will, der leiht sich kostenlos ein iPad dazu (das erleichtert die Bedienung der Spiele).

Drei Spielmodi beim Trackman-Gaming

Das erste Spiel, „Bulls Eye“, ist eine Art nearest to the Pin mit einem Punktesystem – je dichter zu einer der Flaggen man den Ball carry schlägt, desto mehr Punkte wandern aufs Konto – der mit den meisten Punkten nach drei Durchgängen gewinnt.

Bei „Hit it“ geht es alleine um Länge – im Grunde ist es ein Longest Drive Spiel. Drei Durchgänge lang geht es mit je drei Bällen um den weitesten Schlag.

Dabei muss man beachten, dass auf den oberen zwei Ebenen in der Golf Lounge nur mit Eisen gespielt werden darf. Wer auch den Driver oder ein Fairwayholz spielen will, sollte eine Matte im „Erdgeschoss“ buchen.

„Capture the flag“ als dritte Option nutzt wieder die Zielgrüns auf der Range. Wer am dichtesten an die jeweilige Fahne spielt, der sichert sich diese Fahne. Das gilt solange, bis ein anderer Spieler seinen Schlag dichter trifft. Nach drei Durchgängen (mit je drei Bällen) gewinnt derjenige mit den meisten Fahnen.

Heidegolfer-Fazit zur Golf Lounge Hamburg

Wer hier keinen Spaß hat, der macht grundsätzlich irgendwas falsch. In der Golf Lounge habe ich alle Möglichkeiten.

Mir persönlich hat der Simulator am meisten Spaß gemacht. Da hätte ich noch mehr Zeit verbringen können und würde bei meinem nächsten Besuch vielleicht eine zusätzliche Stunde einplanen. Unter anderem steht der Old Course St. Andrews zur Auswahl – den wollte ich sowieso schon immer mal spielen… 😉

Die Simulation kann man grundsätzlich auch auf der Range nutzen,  dann schlägt man die Bälle halt in die Weiten der Range. Mangels Leinwand wird das Bild dann nur auf dem Bildschirm an jeder Box angezeigt. Aber genau aus dem Grund gefällt mir so etwas auf der großen Leinwand deutlich besser.

Auf der Range machen aus meiner Sicht die Spiele beim Trackman-Gaming mehr Laune. Der longest Drive ist ganz nett, aber vor allem die zwei Zielspiele auf die Flaggen haben einen tollen Trainingseffekt. Und wenn man in die Challenge gegen seine Mitspieler geht, dann verstärkt man das Ganze nochmal.

Flugreduzierte Bälle

Berücksichtigen muss man, dass die Bälle der Golf Lounge deutlich flugreduziert sind. Abhängig von Schlagweite und -höhe sind es bis zu 40 Prozent weniger. In der auf dem iPad installierten Trackman-Range App gibt es eine „Ballumwandlung“ als Einstellung, die das umrechnet und „reelle“ Werte anzeigt.

Sowohl aktiven Golfern als auch Neugierigen bietet die Golf Lounge Hamburg jede Menge Unterhaltung. Die Angestellten sind ausgesprochen nett und hilfsbereit, wenn man einmal eine Frage hat oder Hilfe möchte.

Dass Entertainment und der Spielspaß im Vordergrund stehen, wird schnell klar – auch wenn natürlich „ernsthaftes“ Golftraining genauso möglich ist.

Gerade nach Feierabend, also wochentags ab etwa 17 Uhr, ist die Golf Lounge gut besucht – besonders die Montage und Feiertage sind als Mitgliedertage besonders stark frequentiert. Der Geheimtipp der Golf Lounge lautet: montags bis freitags kann man von 10-12 Uhr für einmalig 9 Euro so viele Bälle schlagen wie man möchte.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wer im Norden ist, den sollte ein Besuch der Golf Lounge Hamburg nicht enttäuschen. Es lohnt sich immer, den Simulator oder eine Matte im Vorfeld zu reservieren, aber Spaß ist hier garantiert – und preislich ist alles absolut im Rahmen.

Kontakt

Golf Lounge Hamburg
Billwerder Neuer Deich 40
20539 Hamburg

www.golflounge.de
mail@golflounge.de

Übrigens

Dieser Bericht spiegelt meine persönliche, sehr individuelle Meinung wider und wurde weder beauftragt noch verlangt. Wir haben bei unserem Besuch alles regulär bezahlt und auch sonst keine Vorteile angeboten bekommen. Da ich alles vorab online gebucht hatte, wusste die Golf Lounge auch gar nicht, wer sie da besucht… 😉

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