Artland Golfclub im Golfplatz-Check

Ende September konnten meine Heidegolferin und ich einmal einen Ausflug ohne unseren Nachwuchs machen und sind dazu ein Stück weiter in Richtung Osnabrück gefahren. Dort in der Nähe liegt der Artland Golfclub, genauer gesagt in Ankum.

Zwischen Feldern und Wäldern

Ein paar Minuten nach der Autobahn befindet man sich schon mitten auf dem Land zwischen Feldern und Bäumen. Ein paar Kilometer südlich von Ankum liegt das Gelände des Artland Golfclub – praktischerweise am Ende einer schmalen Straße zwischen besagten Feldern und mitten im Wald.

Die Driving Range ist nicht riesig, aber absolut ausreichend. Mit unter 250 Metern müssen sich Longhitter vermutlich zurückhalten, aber für mich Kurznase reicht das allemal aus. Es gibt einige überdachte Abschlagplätze mit Matten (und Spiegeln für den, der am Schwung arbeiten möchte) sowie direkt daneben eine Teeline. Der Club-Pro hat seitlich eine eigene Hütte zur Verfügung, um in Ruhe zu unterrichten.

Die Driving Range inklusive Übungsbunker

Ein kleiner Übungsbunker am vorderen Rand der Range ist relativ neu angelegt, macht aber absolut Sinn. So kann das Bunkerspiel vor der Runde nochmal den Feinschliff bekommen – immerhin wird der Spieler auf seiner Runde einigen dieser Sandkästen begegnen.

Das Puttinggrün ist ordentlich und in zwei Bereiche aufgeteilt. Die eine Hälfte hat eine ordentliche Ondulierung und man kann Breakputts in allen Lagen und Richtungen üben. Der andere Teil ist etwas ebener angelegt, um an der Längenkontrolle arbeiten zu können. Diese zwei Optionen finde ich gut.

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Die Frontnine

Der Start ist optisch schon ein Hingucker. Das erste Loch ist ein Par 4 aus einer Schneise heraus über ein Biotop auf ein Fairway, das man nicht wirklich sehen kann. Anschließend geht es stetig bergab über ein sehr welliges Fairway zum tieferliegenden Grün. Ein toller Start mit (ganz) leichtem Links-Einschlag.

Der erste Abschlag auf ein Fairway, das man kaum sieht

Die nächsten Löcher sind vom Stil her ein Parklandkurs. Die Fairways sind nicht zu schmal, nicht zu breit und eigentlich gut zu treffen. Rechts und links sind die Löcher von Bäumen und Sträuchern gesäumt, die aber nicht zwingend ins Spiel kommen.

Zum Ende der Frontnine kommen über die nun wieder welligeren Fairways erneut linksige Elemente ins Spiel, wobei es natürlich weiterhin primär ein Parklandkurs bleibt. Trotzdem ist schon auffällig, dass es irgendwie zwei unterschiedliche Fairway-Arten gibt und wie eingangs schon erwähnt jede Menge Bunker.

Bunkertreppe vor dem Grün

Meine Favoriten neben dem Eröffnungsloch sind die Löcher sieben und acht. Loch acht ist ein längeres Par 3, das aus einem schmalen Abschlag über ein Biotop auf ein leicht erhöhtes Grün zu spielen ist. Das fällt nach vorne ab und ist links und rechts von Bunkern bewacht – optisch wirklich nett anzusehen.

Loch 8 ist ein 172/145 Meter langes Par 3

Richtig gut gefiel uns auch Loch sieben als mittleres Par 4. Vom Abschlag aus sieht man nur einen Teil des Fairways und einen langgezogenen Fairwaybunker links. Zum Grün hin geht es zunächst durch eine lange Senke, von der aus man dann das wiederum erhöhte Grün anspielt. Vor dem Grün lauern drei stufig angelegte Bunker, der Anblick ist gleichzeitig toll und bedrohlich.

Die Backnine

Der zehnte Abschlag ist das kürzeste Par 3 des Platzes. Von gelb und rot sind es gerade einmal 119 Meter, aber das Grün ist schmal und zwischen Abschlag und Grün gibt es nur Wasser. Zur trockenen Seite rechts ist allerdings auch nicht allzu viel Platz – viel Spaß, wenn hier Zuschauer dabei sind.

Anschließend geht es hinter dem Clubhaus über ein eher einfaches Par 4 in Richtung Wald und über einen längeren Waldweg dann zum nächsten Abschlag. Auch hier präsentiert sich der Platz vom Artland Golfclub als klassischer Parklandkurs mitten im Wald.

Das Par 3 Loch 14 gefiel mir auch sehr gut

Das zweite Par 3 der Backnine ist ebenfalls sehr schön anzusehen mit einem Grünbunker und einem zweiten, vorgezogenen Bunker. Rechts vom Grün gibt es eine kleine Senke, in der ein Baum steht – rechts verfehlen kann also zu besonderen Herausforderungen führen.

Anschließend geht es im ähnlichen Stil weiter, mal führt ein Dogleg rechts aufwärts, dann geht es ein langgezogenes Dogleg links zurück zu einem Grün mit ausladender Bunkerlandschaft. Wasser gibt es zwar einiges, aber ins Spiel kommt es eher selten, da es oft zwischen den Löchern verläuft.

Wasser und Sand bei den Favoriten

Meine persönlichen Highlights waren die Löcher 14 und 16, beides Par 4, aber mit ganz unterschiedlicher Gestaltung. Loch 14 ist ein mittleres Par 4 Dogleg rechts, das man über eine Kuppe spielen muss, in der fünf Bunker platziert sind. Man kann alternativ auch links an der Landschaft vorbei spielen, hat dann aber einen deutlich längeren Weg zum leicht schrägen Grün am Ende.

Loch 16 mit Wasser rechts vor dem Grün

Loch 16 wiederum ist eigentlich nur gerade zu spielen auf ein vergleichsweise großzügiges Fairway. Das wird etwa 100 Meter vor dem Grün schlagartig sehr schmal, weil ein Graben von rechts ins Fairway ragt. Ein zweites Wasserhindernis liegt seitlich vor dem Grün, das auch nur leicht onduliert ist und außerdem noch zwei Bunker zur Bewachung aufweist.

Heidegolfer-Fazit zum Artland Golfclub

Mir (uns) hat es richtig gut gefallen. Es ist wohl in der Vergangenheit die Reihenfolge der Löcher geändert worden, aber die jetzige Variante finde ich absolut sinnvoll und logisch. Die Löcher sind sehr abwechslungsreich und es wird eigentlich nie langweilig.

Auffällig fand ich die vielen Hindernisse und teilweise großzügigen Bunkerlandschaften, die ich auch mehrfach für euch getestet habe. Es ist gar nicht so einfach, dem ganzen Sand aus dem Weg zu gehen, denn es gibt einfach sehr viel davon. Einige Grüns sind regelrecht von Sand umzingelt. Optisch und spielerisch ist das schon richtig schön.

Dass ein paar Löcher beziehungsweise speziell manche Fairways vom Stil her anders sind als der Rest des Platzes finde ich persönlich eher positiv. So ergibt sich noch mehr Abwechslung und man hat auch die eine oder andere Hanglage zu spielen, die ansonsten eher selten vorkommt.

Die Grüns sind alle durchschnittlich groß, spielten sich nicht übermäßig schnell, aber treu und zuverlässig. Einige sind wie schon erwähnt richtig gut bewacht, dafür sind sie überwiegend nur sanft onduliert. Mir macht das Putten auf solchen Grüns Spaß.

Das Drumherum gefiel uns übrigens auch sehr gut. Alle Menschen, die wir getroffen haben, waren ausgesprochen nett. Sekretariat, Gastro und andere Mitglieder machten einen sehr herzlichen Eindruck – wir haben uns sehr wohl gefühlt. Die Gastro möchte ich noch ausdrücklich empfehlen – lecker, freundlich und kundenorientiert. Klasse.

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Kontakt

Artland Golfclub
Fördergesellschaft Giersfeld mbH
Zum Golfplatz 23
49577 Ankum

Telefon +49 (0) 5466 301
info@artlandgolf.de
www.artlandgolf.de

Fotogalerie

Übrigens

Gespielt habe ich den Platz am 25./26. September 2021. Dieser Bericht spiegelt meine persönliche, individuelle Meinung wider und wurde nicht bezahlt. Meine Heidegolferin und ich waren vom Club eingeladen worden, um den Platz zu spielen und zu bewerten. Anforderungen, Bedingungen oder Wünsche an diesen Bericht wurden nicht gestellt.

3 Kommentare

    1. Danke Klaus,
      der Platz hat uns tatsächlich beiden ziemlich gut gefallen. Meiner Frau besonders.
      Das mit dem Video wird sich leider noch ein paar Tage ziehen – ich komme gerade kaum zum Schneiden.
      Viele Grüße Olaf

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