Test: Genius-Putter, individuell und handgefertigt

Kein anderer Schläger im Bag kommt so oft zum Einsatz wie der Putter. Und bei kaum einem Schlägertyp gibt es so viele unterschiedliche Angebote. Ich durfte ein ganz spezielles Modell ausführlich testen. Der Genius-Putter wird in Oberbayern wie in einer Manufaktur gefertigt.

Vom Modellbau zum Putter

Genius-Putter-Erfinder Ernst G. Mayer

Eigentlich kommt der Erfinder des Genius Putter aus dem Bereich Modellbau. Ernst G. Mayer ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Modellbau Mayer GmbH.

Dann aber hat er 2018 seine Leidenschaft zum Golf entdeckt. Was lag da näher, als sich auch mit dem Thema Schlägerbau zu beschäftigen. Die Idee zum Genius-Putter war geboren.

Erste Designentwürfe am Bildschirm wurden dank moderner CAD-Programme schnell erstellt und mit einem 3D-Drucker sofort in Prototypen umgesetzt. Auf diese Weise nahmen Gestaltungs- und Designideen sofort „echte“ Gestalt an und konnten immer weiter verfeinert werden.

Natürlich machte sich hierbei die jahrelange Erfahrung im Projektgeschäft der Fahrzeugentwicklung bezahlt. Die zur Umsetzung notwendige Infrastruktur war sowieso vorhanden. Das wichtigste aber war etwas anderes: Die Leidenschaft für Golf, die Ernst Mayer als Firmeninhaber angetrieben hat.

Nur einzigartige Putter

Alle Genius-Putter sind Unikate. Jeder Golfer hat die Möglichkeit, sich sein eigenes Modell individuell zusammenzustellen und über die Personalisierung absolut einzigartig werden lassen.

Alle Komponenten werden aus hochwertigen Materialien mit hochpräzisen Spezialmaschinen hergestellt, von Hand zusammengesetzt und mit einem aufwendigen Finish versehen. Ein individuelles Logo oder ein Schriftzug werden auf Wunsch gelasert. Spätestens damit wird jeder Genius-Putter zu einem absoluten Unikat.

Schwerer Kopf für bessere Spieleigenschaften

Die Putterfläche ist rau gefräst

Die Schlagfläche besteht aus rostfreiem Chromstahl und hat eine gefräste Rillenstruktur, die bewusst rau gehalten ist, um den Grip zu erhöhen. Das Hosel und das eigentliche Gehäuse werden aus einer harten Aluminium-Walzlegierung CNC-gefräst.

Die Einzelteile des Putter erhalten anschließend von Hand ein aufwendiges Finish und die Oberflächen werden durch Eloxieren versiegelt und gehärtet. Am Ende erhalten die Aluminiumteile Ihre Farbe, von denen aktuell sieben verschiedene angeboten werden.

Aus dem gleichen Material besteht das Einsatzteil, das mit zwei Schrauben im Gehäuse angebracht wird und somit als Gegenstück zur Schlagfläche diese von der Rückseite fixiert. Zum Abschluss wird der Stahlschaft im Hosel verklebt und fertig ist der Putter.

Die zusätzliche Besonderheit des Genius-Putter besteht darin, dass über die verschiedenen Einsätze der Putter zum Mallet- oder Blade-Modell werden kann. Den Malleteinsatz gibt es alternativ zum Aluminium auch als Carbonvariante (wie in meinem Modellzu sehen).

Der Kopf des Putters hat am Ende ein Gewicht von 425 Gramm (Bladeversion), 440 Gramm (Mallet Carbon) bzw. 483 Gramm (Mallet Aluminium). Durch diesen schweren Kopf bleibt der Putter im Pendel „auf der Linie“ und ein Verziehen im Schwung ist kaum mehr möglich.

Individualisierung über Farbe und Gravur

Mein Heidegolfer-Putter ist Grün-schwarz

Die Einzelteile kann ich in ihren Farben beliebig kombinieren und schon darüber entsteht eine individuelle Optik für den Putter. Zur Auswahl stehen die Farben

  • schwarz
  • rot
  • blau
  • grün
  • alugrau
  • golf
  • pink

Ganz einzigartig wird jeder Putter über weiß erscheinende persönliche Gravuren, die per Laser aufgebracht werden. Hierbei sind der Gestaltung praktisch keine Grenzen gesetzt – vom Namen des neuen Besitzers bis hin zu Logos oder Bildern ist nahezu alles möglich.

Heidegolfer-Fazit zum Genius-Putter

Der Genius-Putter spielt sich gut, das ist natürlich erst einmal die wichtigste Voraussetzung. Durch seinen schweren Kopf bleibt er gut im Pendel. Das hilft dabei, einen sauberen Ballkontakt im Sweet Spot zu erzielen. Ich habe mich recht schnell an das andere Schwunggewicht gewöhnt – mein aktueller Putter von Evnroll ist am Kopf etwas leichter.

Die Gestaltung und auch die raue Schlagfläche finde ich optisch gut (mir vermittelt es irgendwie Vertrauen). Aber die Individualisierung setzt dem ganzen natürlich erst so richtig die Krone auf. Mit meinem Name auf dem schwarzen Rücken und meinem Heidegolfer-Logo auf einem satten Metallic-Grün sieht der Putter beim Ansprechen einfach geil aus. 🙂

Leider ist der Genius-Putter alles andere als ein Schnäppchen. Die reine Blade-Version liegt bei 449 Euro, als Mallet werden sogar 849 Euro fällig. Das ist ein stolzer Preis, für den man allerdings ein absolutes Unikat erhält. Ein Vorab-Fitting gehört natürlich dazu, wenn es der Golfer wünscht.

Eine Übersicht der Möglichkeiten sowie alle weiteren Infos gibt es auf der Homepage www.genius-putter.de. Dort können Interessierte dann auch ihren eigenen Putter bestellen.

Übrigens

Dieser Bericht spiegelt meine individuelle, ganz persönliche Meinung wider und wurde nicht von außen beeinflusst. Mein individualisiertes Exemplar des Genius-Putter hat mir das Unternehmen Modellbau Mayer kostenfrei zur Verfügung gestellt. Eine darüber hinausgehende Vergütung habe ich nicht erhalten.

Ein Kommentar

  1. Hallo Olaf
    Erst einmal alles Gute zum neuen Jahr.

    Danke für den tollen Bericht. Das war deswegen für mich so interessant, denn ich kann von mir bis nach Burgheim mit dem Fahrrad fahren. Außerdem ist mein Bester Golfpartner im Dezember dorthin gezogen. Ein früherer Tennispartner von mir hat dort sogar gelernt bei ihm.

    Übrigens das Projekt UHU^2 hat begonnen. Ich halte Dich auf dem Laufenden. Danke für die Inspiration.

    Gruß

    Klaus Herder

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