Bremer Golfclub Lesmona im Golfplatz-Check

Dank eines gewonnenen Greenfee-Gutscheins hat es mich in den Bremer Raum verschlagen. Gemeinsam mit Marcus habe ich ein Golf-Wochenende als Ernie&BIrdie gemacht und unsere erste Station war der Bremer Golfclub Lesmona im Nordwesten der Hansestadt. Es war schnell klar, dass die Anlage ein bisschen anders ist als die meisten anderen Plätze.

Klein, fein und recht speziell

Das erste Aha-Erlebnis zum Bremer Golfclub Lesmona hatte ich schon im Vorfeld, als ich mich um die Startzeit gekümmert hatte. Ich wollte nämlich gleich auch ein Cart reservieren, weil das zum Filmen ein bisschen einfacher ist.

Allerdings gibt es dort gar keine Carts, wie mir die wirklich nette Sekretärin sagte. Also gut, dann kommt eben mein geliebter Flat Cat Touch Hybrid Trolley zum Einsatz.

Der Platz des Bremer Golfclub Lesmona ist ein Par 61 mit überwiegend Par 3 und einigen Par 4 Löchern. Das längste Loch ist gerade einmal 271 Meter lang, insgesamt umfasst der Platz 3.330 Meter von gelb beziehungsweise 3.082 Meter von rot.

Wie schon angedeutet haben wir bei unserem Besuch mit Erlaubnis des Clubs die Golfrunde gefilmt und daraus zwei Kursvlogs erstellt. Der erste Teil ist bereits hier auf meinem Youtube-Kanal online.

Clubhaus und Übungsanlagen

Das Sekretariat, ein kleiner Proshop und die angeschlossene Gastro sind in einem hübschen Clubhaus untergebracht. Wie schon telefonisch festgestellt sind die Leute hier extrem nett und machen es einem Gast leicht, sich wohlzufühlen. Nach einem kurzen Schwätzchen und dem Kauf des obligatorischen Logoballs ging es für uns kurz auf die Range.

Die Driving Range ist eher klein und man sollte vom linken Abschlag aus nicht hooken, sonst droht der Ball in Richtung Tee 1 abzudriften. Aber grundsätzlich ist sie völlig in Ordnung und ausreichend. Es gibt sowohl Rasen- als auch überdachte Abschläge und der Ballautomat akzeptiert auch Euromünzen. Alles prima.

Zu den Übungsanlagen gehören außerdem zwei Puttinggrüns in der Nähe des Clubhauses. Außerdem bietet der Bremer Golfclub Lesmona ein Pitching- und Chippinggrün und Übungsbunker. Der Golflehrer hat eine separate Trainingshütte, um sich in Ruhe um seine Schützlinge kümmern zu können.

Die Frontnine

Gleich zum Start der Runde bekommt der Spieler einen Eindruck, was ihn auf den 18 Loch im Bremer Golfclub Lesmona erwartet: Ein Kurzspieltraining par Excellence. Das erste Par 3 ist 162 Meter lang und das Grün winzig. Es wird von zwei kleinen Bunkern bewacht, unmittelbar hinter dem Grün wartet Buschwerk.

Den einen Tipp hatte uns Lothar, der Präsident, vorab mit auf die Runde gegeben: lieber kurz als lang. Hinter den meisten Grüns ist praktisch kein Platz mehr. Da kann man auch auf größere Ondulierungen verzichten, denn es gibt meist nur sanfte Wellen im Grün.

Die ersten neun Loch bestehen aus sieben Par 3 und zwei Par 4, so dass man insgesamt eine Par 29 spielt. Das klingt leicht, aber durch viele schmale Stellen und vor allem die winzigen Grüns ist der Golfplatz alles andere als einfach zu spielen. Es ist völlig normal, die Grüns zu verfehlen und dann kommt es auf das kurze Spiel an.

Die Backnine

Die zweiten neun Loch beginnen mit drei Par 4 Löchern, die im Grunde fast gleichlang sind. Die 238 Meter, 234 Meter und 232 Meter klingen auch wieder einfach für den Start in die Rückrunde. Aber auch hier gilt wieder: lieber defensiv spielen und den Ball irgendwie in die Nähe der handtuchkleinen Grüns bringen.

Insgesamt hat man es mit fünf Par 4 zu tun, dessen mit 271 Metern längstes auch das schwerste Loch des Platzes ist. Das liegt unter anderem an seinem seitlich nach rechts in den Wald verlegten Grün, hinter dem mal so gar kein Platz mehr ist. Da der Knick nach rechts erst kurz vor dem Grün kommt, braucht es eigentlich einen sehr langen Abschlag – aufgrund der Enge kein leichtes Unterfangen.

Das letzte Loch ist ein Par 4 auf ein Doppelgrün, das mit der zweiten Bahn geteilt wird. Das Grün hat als einziges eine hohe Stufe (oben ist die Fahne von Loch 2, unten steckt die Fahne der 18), die bei einem seitlichen Fehltreffer einen spannenden Finalputt bedeutet.

Heidegolfer-Fazit zum Bremer Golfclub Lesmona

Als Überschrift fällt mir sofort „Spaß-Platz“ ein. Der Platz im Bremer Nordwesten ist klein und knackig, herausfordernd und originell. Die Runde ist kürzer als man es von anderen Plätzen kennt, aber dafür ist man in aller Regel auch deutlich schneller als gewohnt mit 18 Loch durch.

Vor allem aber macht der Platz enorm Spaß. Durch die vielen kleinen Grüns, die eigentlich kurzen Löcher und die teilweise verwinkelten, engen Gegebenheiten hat er etwas ganz eigenes und hält eine Menge Überraschungen bereit.

Aber ganz ehrlich: ein Match Play gegen einen Local möchte ich hier nicht austragen müssen – wer den Platz öfter spielt, hat mit Sicherheit riesige Vorteile.

Kurzspieltraining und kreatives Spiel

Einer der stylischsten Golfer auf Instagram, Mike (aka Mikedrive_71 auf Instagram) hat mir erzählt, dass er auf diesem Platz vor über 20 Jahren das Golfspiel gelernt hat. Jetzt weiß ich, warum Mike so stark im Kurzspiel ist – genau das braucht und lernt man hier zur Genüge.

Da mir persönlich vor allem das Eisenspiel und „Zielschießen“ viel Spaß macht, finde ich den Platz vom Bremer Golfclub Lesmona wirklich gut. Als Golfer im Norden sollte man ihn mindestens einmal gespielt haben. Also los: bucht euch eine Startzeit und habt Spaß.

Kontakt

Bremer Golfclub Lesmona e.V.
Lesumbroker Landstr. 70
28719 Bremen

Fon: 04 21 / 94 93 4 – 0
info@bremer-golfclub-lesmona.de
www.bremer-golfclub-lesmona.de

Übrigens

Dieser Bericht spiegelt meine individuelle, sehr persönliche Meinung wider. Wegen eines gewonnenen Greenfee-Gutscheins (schon aus dem letzten Jahr), wurde mir für die Runde nichts berechnet, den Logoball habe ich natürlich regulär bezahlt.

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