Heidegolfer

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Heidegolfer persönlich

Wie alles anfing…

Der eigentliche Start ist schon ein paar Jahre her. 2011 hat mir die beste Ehefrau der Welt zum Geburtstag einen Golf-Schnupperkurs für unsere Urlaubsreise geschenkt, die zwei Wochen später geplant war (Mittelmeer-Kreuzfahrt).

Irgendwie hat es sich auf der Reise ergeben, dass wir erst am letzten Tag – dann schon auf Mallorca – dazu kamen, den Schnupperkurs zu buchen. Also ging es zusammen mit dem AIDA-Pro (ein lockerer 23-jähriger Geburtsgolfer) und zwei ebenfalls Golf-unerfahrenen jungen Kreuzfahrern am Tag der eigentlichen Abreise noch einmal auf Tour.

Nach einer halben Stunde Autofahrt vom Hafen von Palma und der üblichen Einweisung („Das ist ein Schläger und SO hält man den“) standen wir also auf einer Range und konnten bei blauem Himmel und 28 Grad im (theoretischen) Schatten die ersten Schlagversuche machen.

Wir hatten alle ein Eisen in die Hand gedrückt bekommen und dann ging die Probiererei los. Ich habe schon einige Sportarten hinter mir – bislang ohne wirkliche Startschwierigkeiten. Fußball ist ja sowieso einfach, aber auch Tennis und Tischtennis habe ich mir eigentlich durch abgucken und nachmachen selbst beigebracht.

Aber beim Golf klappte das irgendwie nicht sofort. Also musste der Pro noch einmal ran und gab mir zwei-drei Hinweise, wie diese verflixte kleine Kugel da unten besser zu treffen sei. Und siehe da: Nur noch fünf-sechs weitere Fehlversuche dauerte es, bis ich das erste Mal den Ball so traf, dass er flog. Also richtig … durch die Luft … gefühlt kilometerweit. War. Das. Geil.

Von da an klappte es erstaunlich gut und ich hatte das erste Mal Feuer gefangen. Natürlich half die Urlaubsstimmung und das perfekte Wetter, aber Golf war definitiv interessant. Und dass man dabei so einen grandiosen Blick genießen kann, fand ich auch klasse – das ganze Drumherum gefiel mir irgendwie.

Nach dem Eisen wollte ich dann aber irgendwann auch endlich mal das große Ding schlagen. Also drückte mir der Aida-Pro den Driver in die Hand. Er erklärte noch einmal zwei-drei Kleinigkeiten, worauf ich achten sollte und es ging los – diesmal traf ich den Ball deutlich schneller als vorher. Und er flog noch viel weiter. Cool!

Nach dieser viel zu kurzen Episode auf der Range ging es noch auf ein (gefühlt) riesiges Puttinggrün, wo die beste Ehefrau der Welt und ich gegen unsere beiden Mit-Schnupperer zwei Putting-Runden über je neun Löcher absolvierten. Die erste Runde ging klar verloren, bei der zweiten obsiegten wir. Faires Unentschieden.

Und auch hier wieder: ein langer Putt – ganz sicher 15 Meter 😉 – von mir fiel mit der letzten Umdrehung ins Loch und ich habe mich gefühlt wie Tiger höchstpersönlich. Golf ist cool.

Als wir nach einer viel zu kurzen zeit auf dem Golfplatz wieder zum Schiff zurückfuhren, habe ich das erste Mal gedacht, dass Golf auch ein Sport für mich wäre. Der Gedanke war mir bis dahin gar nicht wirklich in den Sinn gekommen.  Schade eigentlich – ich hätte viel früher damit anfangen sollen.

Dass es von diesem Tag an aber noch mehrere Jahre gedauert hat, bis ich endlich diesem Sport erlegen bin, könnt Ihr dann im zweiten Teil nachlesen.

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