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Golfpark Winnerod

Die Golf-Community „Wir lieben Golf“ verbindet Golfer miteinander – den Beweis kann ich antreten mit meinem Besuch im Golfpark Winnerod.

Ich musste Mitte März zu einer Tagung nach Wiesbaden. Und weil die am zweiten Tag bereits gegen Mittag enden sollte, habe ich über die Facebook-Gruppe „Wir lieben Golf“ gefragt, welchen Platz ich auf dem Rückweg denn einmal spiele solle und ob eventuell jemand Zeit und Lust hätte, mich zu begleiten.

Schnell haben sich mehrere Gruppenmitglieder gemeldet und mir verschiedene Tipps gegeben, welchen Platz ich spielen solle. Auch gleich mehrere boten an, mich zu begleiten, um mir ihren Platz zu zeigen. Letztlich hat es dann mit Carsten vom Golfpark Winnerod zeitlich am besten gepasst, da ich ja anschließend auch noch einigermaßen zeitig weiter nach Hause fahren wollte, um nicht erst nach Mitternacht anzukommen. Also haben wir uns zu um halbzwei-zwei verabredet und Carsten hat uns eine Startzeit reserviert.

Trotz Wiesbadener Verkehrsdurcheinander und Tankstop war ich einigermaßen pünktlich. Das Wetter sah leider nicht allzu gut aus, aber ein bisschen Nieselregen wirkt ja eher erfrischend. Ich wurde im Club freundlich begrüßt und Carsten stellte sich auch als richtig netter Kerl heraus (ich hatte aber auch nichts anderes erwartet). Also schnell umziehen, Greenfee bezahlen, Logoball einsacken (das muss einfach sein) und dann ging es auf die Range. Die spielt man in Richtung Hang bergauf, das kannte ich auch noch nicht. Aber es gibt jede Menge Ziele, die man anpeilen kann.

Ich hatte mein Tragebag dabei und habe dann im Laufe der Zeit festgestellt, dass es auf einem Platz wie Winnerod schon anders ist als bei mir zuhause. Ich bin ja mehr ein Flachlandgolfer, weil das hier in der Heide halt so ist. Aber Winnerod bietet da deutlich mehr auf und ab – und das bezieht sich nicht nur auf mein Spiel…

Die eins (Par 4) ist schon richtig klasse, weil man einen offenen Abschlag über einen kleinen Graben hat (der nicht wirklich ins Spiel kommt) und auf einen Hang zielt, den es dann bergauf geht. Oben wartet ein sehr schräges und hammerschnelles Grün. Das hatte ich sauber unterschätzt, so dass mein langer Bergab-Putt gleich mal wieder vom Grün runter gerannt ist. Vier Putts zum Start tun weh – aber das war zum Wachwerden genau richtig.

Die zwei ist ein faires Par 3, das als Verschnaufpause perfekt war, um auch die letzte Nervosität abzulegen. 😉 Die drei geht wieder bergauf mit einer schönen Naturstein-Mauer mittendrin. Ich habe Tigerline gespielt (auch wenn’s aus Versehen war, weil ich den Drive nach rechts verzogen habe). Es geht in Richtung Waldrand, also viel zu lang sollte die Annäherung nicht sein.

Anschließend geht es das erste Mal bergab mit etwas mehr Platz rechts und links. Wenn es nicht immer noch recht diesig gewesen wäre, hätte man vermutlich eine geile Weitsicht gehabt. Und in diesem Rhythmus geht es weiter, im Prinzip bewegt man sich immer wieder am Hang entlang. Es geht leicht aufwärts, danach wieder etwas weiter runter. Manche Bahnen verlaufen parallel zum Hang, so dass man entweder unter oder über dem Ball steht und immer wieder sind die Bahnen toll angelegt. Auch für Spieler meines Niveaus herausfordernd, aber immer fair und machbar.

Im Verlaufe der Runde wurde das Wetter zum Glück immer besser, wirklich geregnet hat es ohnehin kaum bis auf ein bisschen Niesel zum Anfang. Ich hatte vor allem damit zu kämpfen, dass ich dieses auf und ab nicht gewohnt bin und eben mein Bag getragen habe – da war Carsten wesentlich besser ausgerüstet, aber es ist ja auch sein Heimatplatz. 😉

Besonders im Gedächtnis geblieben sind gleich einige Bahnen. Wie gesagt ist die eins ein cooler Einstieg, weil man eben auf die Hang zielt. Die acht als Par 3 fand ich klasse, weil sie zwar kurz aber bergauf zu spielen ist und ich ein Par spielen konnte und Carsten damit die Ehre abgenommen habe. 😉

Die neun ist ein tolles Par 5 in Richtung Tal und mit Blick auf das beeindruckende Clubhaus. Ich habe zwar die Bunkerlandschaft getroffen, aber trotzdem ist es alleine optisch schon eindrucksvoll. Die 16 ist das letzte Par 5 auf dem Platz, das durch eine lange Senke erst bergab und dann wieder bergauf zu spielen ist; das macht es nicht unbedingt einfacher, aber optisch sehr reizvoll.

Und natürlich ist die 18 ein tolles Schlussloch durch die Annäherung über einen See, der kurz vor dem Grün liegt. Wir hatten Mitte März natürlich noch nicht die volle Natur, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das Loch jetzt grandios aussehen muss. Hier habe ich sogar relativ gut gespielt – aber wie gesagt, als Schluss ist die 18 ein echter Hammer.

Ich hatte eine tolle Runde, mit Carsten einen klasse Flightpartner und jede Menge Spaß. Auch das Drumherum ist toll. Das Clubhaus ist tatsächlich richtig beeindruckend, ich tippe auf ein altes Gehöft. Es gibt einen großen Proshop, einen tollen Empfang und die Gastro ist auch prima.

Zusammengefasst kann ich den Golfpark Winnerod vorbehaltlos weiterempfehlen. Und preislich liegt die 18-Loch-Runde mit 50 Euro in der Woche im normalen Preisrahmen (Tipp: montags Sonderpreis 35 Euro). Wer die A5 entlangfährt und Golfbag und Zeit dabei hat: Spielen!

Golfpark Winnerod
Parkstrasse 22
35447 Reiskirchen

 

Einige Eindrücke vom Platz gibt es hier in der Galerie (auch wenn das Wetter wie schon gesagt erst zum Schluss etwas besser wurde):

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