Die besten Golf Filme für einen schönen Filmabend

Die Tage werden kaum noch hell und leider dafür oft sehr nass. Machen wir uns nichts vor, die Golfsaison ist zu Ende. Es lohnt also, sich nach Alternativbeschäftigungen in Sofanähe umzuschauen. Wie wäre es mit einer Auswahl der besten Golf Filme?

Fürs Protokoll: Meiner Übersicht liegt keine offizielle Wertung zugrunde, sondern lediglich meine persönliche Einschätzung. So sieht also tatsächlich „meine“ Liste aus:

Die Legende von Bagger Vance 

In tollen Bildern eingefangene Story eines vom Krieg traumatisierten Golfers, der glaubt, seine Liebe zum Spiel für immer verloren zu haben. Erst als der mysteriöse Caddie Bagger Vance plötzlich in sein Leben tritt, beginnt sich in dem ehemals hochtalentierten Rannulph Junuh etwas zu verändern und zu erinnern.

Regisseur Robert Redford hat mit Will Smith, Matt Damon und Charlize Theron drei Hollywoodstars in den Hauptrollen und ergänzt das um weitere große Namen zu einem gut gefilmten Epos. Das Drehbuch und die Story sind Popkorn-gerecht aufbereitet und der Film ist insgesamt sehr kurzweilig. 

Mir persönlich gefällt die Stimmung sehr gut, die er vermittelt und offensichtlich geht es nicht nur mir so. Bei Amazon rangiert „Die Legende von Bagger Vance“ als Golf Film immerhin in den Top-100 bei den Sportfilmen.

Darsteller: Will Smith, Matt Damon, Charlize Theron
Regisseur: Robert Redford
Produktionsjahr: 2000
Spieldauer: 123 Minuten

Caddyshack – Wahnsinn ohne Handicap

Für viele ist es der beste Golf Film überhaupt. Andere sehen reinen Klamauk. Vermutlich ist es einer der Filme, die am meisten polarisieren, aber Kultstatus hat die US-Komödie „Caddyshack“ aus dem Jahr 1980 schon lange erreicht.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der Bushwood Country Club, in dem man sich dem Golfspiel widmet. Der dort als Caddy beschäftigte Danny Noonan will aufs College gehen, seine in armen Verhältnissen lebende kinderreiche Familie hat jedoch kein Geld dafür.

Was harmlos klingt und anfängt, entwickelt sich schnell zum puren Chaos. Alberne Sprüche, Blödelwitze und Nonsens-Humor sind einige der Begriffe, die Kritiker über Caddyshack verloren haben – den Zuschauern hat es trotzdem mehrheitlich gefallen. Ganz im Gegensatz zur Fortsetzung „Caddyshack 2“ übrigens, die zu den Filmen gehört, die besser nie gedreht worden wären.

Darsteller: Chevy Chase, Rodney Dangerfield, Bill Murray
Regisseur: Harold Ramis
Produktionsjahr: 1980
Spieldauer: 94 Minuten

Tin Cup

Die klassische Dreiecks-Geschichte, bei der eine schöne Frau zwischen einem erfolgreichen aber leicht arroganten Gewinnertypen und dem abgehalfterten aber irgendwie charmanten Verlierertypen hin- und hergerissen ist.

Die Romantik-Komödie „Tin Cup“ erzählt genau eine solche Story. Roy McAvoy hatte das Zeug zu einer erfolgreichen Karriere als Profi-Golfer, wären da nicht sein Stolz und eine Reihe unglücklicher Entscheidungen gewesen. So schlägt er sich als Golflehrer durch, bis er sich ausgerechnet in die Freundin seines alten Erzrivalen David Simms verliebt, die bei ihm das Golfspiel lernen will. Alles gipfelt darin, dass McAvoy versucht, die US Open zu gewinnen.

Herrlich gespielte, leichte Hollywood-Sportkomödie mit gut aufgelegten Darstellern, viel Wortwitz und schönen Anspielungen. Tin Cup ist neben Bagger Vance einer der am besten besetzten Golf Filme und bietet unterhaltsame zwei Stunden Popkornkino.

Darsteller: Kevin Costner, Rene Russo, Don Johnson
Regisseur: Ron Shelton
Produktionsjahr: 1996
Spieldauer: 129 Minuten

Das größte Spiel seines Lebens 

Hollywood at its best, könnte man als Kurzbeschreibung für diese besondere Ausgabe in der Reihe der besten Golf Filme verwenden. Disney hat mit „Das größte Spiel seines Lebens“ den amerikanischen Traum auf den Golfplatz verlegt und zeigt die Geschichte von Francis Ouimet, der als erster Amateur im Jahr 1913 die US-Open gewinnen konnte.

Weil sein Vater nichts von einer Karriere als Golfprofi hält, verdingt sich Francis als Caddie. Als aber sein großes Idol Harry Vardon zu den US-Open anreist, wirft er alle Bedenken über Bord und schafft es tatsächlich, sich ebenfalls zu qualifizieren. Es kommt wie es kommen muss – im Duell mit dem britischen Champion muss der hochtalentierte Francis „Das größte Spiel seines Lebens“ machen.

Bill Paxton schafft es, die richtige Mischung aus eindrucksvollen Bildern, Humor und Dramatik zu treffen. Dazu präsentiert sich Hauptdarsteller Shia LaBeouf als sympathischer Arbeitersohn, dem man einfach die Daumen drücken und einen Erfolg gönnen muss. Bestes Disneykino und kurzweilige zwei Stunden sind hier garantiert – mit einem leichten Bauchkribbeln, weil alles eben auf einer wahren Begebenheit beruht.

Darsteller: Shia LaBeouf, Stephen Dillane, Elias Koteas
Regisseur: Bill Paxton
Produktionsjahr: 2005
Spieldauer: 116 Minuten

Happy Gilmore

Albern, ungehobelt und ziemlich verrückt – Adam Sandler hat mit „Happy Gilmore“ eine besondere Ausgabe Golf Filme und eine absolute Kultfigur geschaffen. Und natürlich einen Golfschwung, den man in seiner Golfkarriere wenigstens einmal probiert haben sollte (vielleicht lieber mit einem ganz alten Driver): den „Happy Gilmore Swing“.

Eishockeyspieler Happy Gilmore hat zwar eine unglaubliche Schlagtechnik, kann sich aber kaum auf den Schlittschuhen halten – und fällt deshalb regelmäßig bei Eishockeyclubs durch. Über Umwege und Zufälle kommt er statt dessen zum Golf und mischt mit seiner jähzornigen und ungehobelten Art die verstaubte Tour mächtig auf. Besonders der selbsternannte beste Spieler aller Zeiten, Shooter McGavin, wird zum Widersacher.

In sehr typischer Manier entwickelt sich ein Adam-Sandler-Film, bei dem der Hauptdarsteller vor allem durch schräges Benehmen und gleichzeitig kindliche Naivität auffällt. Wer Adam Sandler mag, wird Happy Gilmore lieben. Wer ihn nicht mag, der sollte diesen Golf Film aber trotzdem zumindest einmal gesehen haben – und wenn es nur darum geht, sich den Happy Gilmore Swing abzugucken. Kult ist eben Kult.

Darsteller: Adam Sandler, Christopher McDonald, Julie Bowen
Regisseur: Dennis Dugan
Produktionsjahr: 1996
Spieldauer: 88 Minuten

Sieben Tage in Utopia

Eine Comeback-Story made in Hollywood, das ist der Golf Film „Sieben Tage in Utopia“. Nachdem der junge Golfprofi Luke bei einem Turnier mit Pauken und Trompeten untergangen ist, fällt ihm auch noch sein autoritärer Managervater öffentlich in den Rücken. Luke braucht Abstand von allem und zieht sich zurück, um seine 80 am Finaltag zu verarbeiten.

In der Nähe der texanischen Stadt Utopia kommt er mit seinem Wagen von der Straße ab und lernt den Grundbesitzer Crawford kennen, bei dem er übergangsweise unterkommt. Crawford kennt sich mit Golf aus und erkennt, woran es Luke mangelt. Er nimmt den Jungprofi unter seine Fittiche.

Die Kritiker haben unterschiedlich auf den Film reagiert, der von einem hervorragenden Robert Duval in der Rolle des Crawford getragen wird. Wer Comebank-Storys und Golf Filme mag, dem kann dieser Film gut gefallen. In Gastrollen treten K.J. Choi als Konkurrent von Luke und unter anderem Ricky Fowler und Steward Cink als sie selbst auf.

Darsteller: Lucas Black, Robert Duvall, K. J. Choi
Regisseur: Matt Russell
Produktionsjahr: 2001
Spieldauer: 98 Minuten

Die besten Golf Filme?

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, also kann diese Übersicht nur subjektiv sein. Betrachtet die Liste deshalb erst gar nicht als Rangfolge, sondern eher als Tipp. Wer einen Film noch nicht kennt: einfach mal anschauen! Und schreibt mir anschließend gerne, wie Ihr ihn fandet.

Sollte ich einen wichtigen Film vergessen haben, dann schreibt mir auch das gerne – am besten gleich in die Kommentare. Ich werde ihn mir dann ansehen – und wer weiß, vielleicht gibt es ja dann irgendwann eine zweite Auswahl sehenswerter Golf Filme.

4 Kommentare

    1. Seve kenne ich ich, hatte ich wegen des Doku-Charakters weggelassen. Vielleicht wäre das Thema ja sogar eine eigene Rubrik wert…
      Danke für die Idee (und die anderen Filme, ich gelobe, sie zu schauen).

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