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Putt-Analyse mit dem SAM PuttLab

Ich habe mein Putten einmal mit dem SAM PuttLab analysieren lassen. Bisher hatte ich zwar den Putter nicht als den Schläger ausgemacht, der mir die  größten Probleme bereitet. Meine Baustellen liegen eigentlich woanders.

Allerdings heißt das natürlich nicht, dass man auch auf dem Grün nicht noch etwas verbessern könnte. Also habe ich die Gelegenheit genutzt und bin zu PGA-Pro Hans-Christian Vernekohl in den Burgdorfer Golfclub gefahren.

Mit dabei hatte ich meinen geliebten Odyssey Hot Pro 2.0 V-Line und mit dem Miura KM-007 einen zweiten Putter, den ich aktuell für Golf1.de testen darf.

Nach einigen Putts zum „Warmputten“ hat Hans-Christian beide Schläger verkabelt sowie das Messgerät und die Software gestartet.

Um die Messgenauigkeit zu garantieren, mussten zunächst Schlägerposition, Balllage und das „Ziel“ (in diesem Fall ein Putt-Snapper als Lochersatz) justiert werden. Und dann konnte es schon losgehen.

Sechs Putts für eine detaillierte Analyse

Das Programm SAM PuttLab benötigt sechs erfasste Putts, um eine ausführliche Analyse zu erstellen. Also heißt es: Schauen, zielen, putten und dann kann man sich schon die Messwerte ansehen. Und die haben es in sich.

Gemessen werden etliche Einzelwerte und -Komponenten. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Schwungpfad (also vom Rückschwung bis zum Durchschwung)
  • Geschwindigkeit (aufgeteilt in Rückschwung, Schwung bis zum Treffmoment und Durchschwung)
  • Schlägerblatt-Rotation
  • Loft und Lie im Treffmoment
  • Trefferqualität (Sweet Spot)
  • Schwungrhythmus

Alles wird in einem Reporting grafisch aufbereitet und ausführlich dargestellt. Sinnvollerweise macht man mindestens zwei oder drei Durchgänge, um die Genauigkeit der Analyse zu erhöhen.

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Analyseergebnisse bringen Klarheit zum Putt-Training

Aus den verschiedenen Messwerten kann der erfahrene Pro jetzt Trainingsempfehlungen ableiten, um Optimierungen vorzunehmen. Weicht die Ausrichtung schon beim Zielen stark ab, so kann hieran gearbeitet werden. Oder man versucht, den gleichmäßigen Schwung und das Tempo zu verändern.

Bei mir hat sich meine subjektive Meinung bestätigt, dass mein Putten grundsätzlich solide ist. Die Wiederholbarkeit könnte besser sein, ich „verreiße“ manchmal den Schläger leicht. Hier vor allem, weil ich dazu tendiere, zu viel mit den Armen und zu wenig mit dem Oberkörper zu arbeiten. Hans-Christian hat mir eine einfache Übung gezeigt, mit der ich daran gezielt arbeiten kann.

Zwei Puttertypen im Vergleich

Für mich besonders spannend war es übrigens, die zwei unterschiedlichen Puttertypen miteinander zu vergleichen. Mein Odyssey ist face-balanced, der Miura hingegen ist ein toe-balanced Putter – sie unterscheiden sich also schon in der Ausbalancierung des Kopfes. Außerdem ist auch die Gewichtsverteilung innerhalb des Schlägers etwas anders.

Komischerweise fühlen sich für mich beide Putter zunächst gleich gut an, wenn ich damit putte. Auch mein subjektiver Eindruck zuhause auf der Puttingmatte war so, dass ich gefühlt mit beiden gleich gut geputtet und getroffen habe.

In der Analyse mit dem SAM PuttLab gab es dann aber doch einen leichten Unterschied in den Messwerten, bei denen in fast allen Einzelkomponenten mein Odyssey ein Stück weit vorne lag.

Letztlich liegt das aber eher darin begründet, dass ein face-balanced Putter meinem flachen Schwungpfad deutlich mehr entgegen kommt. Wer anders puttet, für den wäre der Miura im Zweifel die bessere Wahl.

Fazit

Ich habe für mich mehrere Sachen aus der Analyse mitgenommen:

  • Erstens bin ich weiterhin glücklich mit meinem Putter.
  • Zweitens werde ich solch eine Analyse jetzt jährlich zum Saisonstart wiederholen (und würde das auch jedem empfehlen).
  • Und drittens lohnt es sich auf jeden Fall, gerade beim Putterkauf eine ausführliche Beratung und im Idealfall ein Fitting machen zu lassen.

Übrigens

Bei diesem Bericht handelt es sich um meine freie und persönliche Meinung. Ich habe die Analyse mit dem SAM PuttLab nicht gesponsert bekommen, sondern die Pro-Stunde regulär selbst bezahlt.

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