Heidegolfer

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Mein Equipment

Was gehört eigentlich alles in ein Golfbag

Ich persönlich bin im Winter nicht mit dem vollen Golfset unterwegs, sondern mit einem Halbsatz. Von meinen eigentlich neun Eisen/Wedges bleiben im Winter fünf im Schrank. Deshalb habe ich mir extra ein kleineres Tragebag angeschafft, in das nur etwa acht bis neun Schläger hineinpassen.

Mit der neuen Saison vor der Tür ist es also für mich Zeit, das Bag wieder zu tauschen und dem großen Golfbag vorher noch einen Frühjahrsputz zu gönnen. So ein Golfbag bietet nämlich – je nach Modell – jede Menge Platz.

Aber was genau sollte man eigentlich auf die Runde mitnehmen? Ich mache mal eine Liste (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) – vielleicht gerade interessant für die Rabbits unter Euch.

Golfschläger

Putter, Eisen, Hybrid, Fairwayholz und Driver sind die zweitwichtigste Sache beim Golf – nach dem Ball. Welche davon man mitnimmt ist jedem selbst überlassen.

Phil Mickelson zum Beispiel hatte beim Masters schon öfter zwei Driver mit unterschiedlichen Lofts und Schaftlängen im Bag. Und wer sich mit zwei Puttern wohler fühlt (einen für die kurzen und einen für die langen Putts?), der darf natürlich auch beide mitnehmen.

Die Auswahl der Schläger trifft einzig und alleine der Spieler – die Profis übrigens häufig auch abhängig vom Platz oder den Wetterverhältnissen. Nur mehr als 14 Stück sollten es (zumindest bei Turnieren) nicht sein, sonst gibt es Strafschläge.

Bälle

Meine Bälle für die kommende Saison, natürlich mit Heidegolfer-Logo

Die eigentlichen Hauptdarsteller. Das kleine runde Miststück, das überall hinfliegt nur nicht dahin wo es soll. Es gibt unzählige verschiedene Modelle mit jeweils anderen Eigenschaften: besonders weich, besonders weit, besonders schön.

Hoffnungslose Optimisten nehmen nur einen Ball mit auf die Runde – ich empfehle aber doch, ein paar mehr einzupacken. Man bedenke: auch die Profis haben in der Regel mindestens ein Dutzend Bälle in der Tasche.

Es gibt übrigens interessante Spleene zu dem Thema. Manche Profis glauben, dass jeder Ball nur ein Birdie in sich trägt, und wechseln demzufolge den Ball, sobald sie ein Birdie gespielt haben. Das sind Sorgen, die ich (noch) nicht habe…

Tees

Es gibt sie aus Plastik, aus Holz, aus Bambus und vermutlich noch ein paar anderen Stoffen. Die kleinen Stifte sind nicht ganz unwichtig für den Abschlag, sollten aber auch in kleinerer Stückzahl in der Hosentasche dabei sein – zum Beispiel zum Markieren einer Balllage, wenn es um Erleichterungsverfahren geht.

Ich persönlich spiele ausschließlich Holztees. Wichtig ist nur, ein zerbrochenes Tee nicht einfach auf den Boden zu werfen, sondern möglichst im Mülleimer zu entsorgen. Die Greenkeeper werden es danken.

Papa Hummel bietet ein tolles Set aus umweltfreundlichem Bambus: Ballmarker, Pitchgabel und kurze und lange Tees.

Ballmarker

Auf dem Grün darf der Ball markiert und dann aufgehoben werden. Ballmarker gibt es in drölftausend Varianten, manch einer nimmt Münzen oder einen Pokerchip, letztlich aber ist es egal.

Wichtig ist, dass ich den Ballmarker griffbereit habe, wenn ich das Grün betrete. Wer erst zum Bag zurückrennen und ihn suchen muss, der hält das Spiel unnötig auf und macht sich in der Regel nicht sonderlich beliebt bei der nachfolgenden Gruppe.

Pitchgabel

Greenkeepers Liebling, ein absolutes Pflicht-Tool für jeden Golfer. Wer eine Pitchmarke unrepariert hinterlässt, schädigt das Grün. Also sollte jeder immer auf dem Grün nach Pitchmarken Ausschau halten und sie reparieren – egal ob es die eigene ist oder eine fremde. Wenn jeder immer zwei Pitchmarken repariert, dann gibt es bald keine mehr.

Ich habe es bei Turnieren übrigens auch schon erlebt, dass der Marschall am ersten Abschlag kontrolliert hat, ob jeder Spieler eine Pitchgabel dabei hat – in der Hosentasche (ähnlich wie der Ballmarker bringt eine PItchgabel irgendwo im Bag nämlich herzlich wenig). Fand ich gut.

Wie man eine Pitchmarke richtig ausbessert, wird in vielen Videos gezeigt. Ein wie ich finde gut erklärendes habe ich hier einmal eingebunden:

Handschuh

Zugegeben, es gibt Golfer, die ganz auf einen Handschuh verzichten. Das wäre zwar nicht mein Ding, aber wer will der soll.

Ich für meinen Teil habe immer einen Handschuh seitlich am Bag und (mindestens) einen zweiten neuen im Bag dabei. Nass werden oder kaputt gehen kann so ein Handschuh immer einmal – dann ist es nicht verkehrt, Ersatz zur Hand zu haben.

Welchen Handschuh man trägt ist Gefühlssache. Ich habe länger suchen und probieren müssen, bis ich mich für meinen Bridgestone entschieden habe. Wenn er wie eine zweite Haut sitzt und sich auch so anfühlt, dann ist es der richtige.

Handtuch

Um sich im Sommer Schweiß von der Stirn zu wischen, Hände zu trocknen oder nach einem Barfuß-Ausflug an den Rand des Wasserhindernisses die Füße wieder abzutrocknen ist ein Handtuch Gold wert. Im Idealfall hat man sogar zwei Handtücher dabei – man weiß ja nie, vielleicht kommt noch mehr Wasser ins Spiel.

Bei Regen hilft es zusätzlich, die Griffe der Schläger trocken zu halten, um den Halt nicht zu verlieren. Ich habe mir angewöhnt, das Handtuch in den aufgespannten Schirm zu hängen, dann habe ich es es immer griffbereit.

Schlägertuch

Nicht zu verwechseln mit dem „normalen“ Handtuch. Das Schlägertuch ist ausschließlich für die guten Stücke reserviert. Die meisten haben eine weiche und eine etwas rauere Seite, mit der man den Schlägerkopf von gröberem Schmutz befreien kann.

Meins hängt seitlich am Bag, damit ich nicht lange herumfriemeln muss, wenn ich wieder aus dem Rough zurück komme.

Base Cap / Sonnenbrille

Mein „Wie-lieben-Golf“-Cap gehört für mich einfach dazu.

Das Symbol für Golfer: Das Base Cap von Titleist, Ping, Callaway und wie sie alle heißen. Es gibt sie inzwischen in nahezu allen Farben, Formen und Varianten. Der eine oder andere bevorzugt auch einen Visor – das ist sozusagen das Cabrio unter den Base Caps.

Letztlich geht es darum, einen gewissen Sonnenschutz zu haben (oder Regenschutz, wenn das Wetter nicht mitspielt). Außerdem fängt das Band den Schweiß von der Stirn auf.

Wer lichtempfindliche Augen hat (so wie ich), der ist natürlich mit einer Sonnenbrille zusätzlich noch besser ausgerüstet.

Trinken

Die nötige Trinkmenge bei einer Runde Golf ist nicht zu unterschätzen. Immerhin macht man einen Spaziergang von gut und gerne acht oder neun Kilometern (mit viel Streuung auch mal zehn). Deshalb braucht der Körper Flüssigkeit, die man am besten in kleinen Dosierungen über die ganze Strecke verteilt.

Es gibt Empfehlungen, an jedem Abschlag ein-zwei Schlucke zu trinken, um die Flüssigkeitszufuhr gleichmäßig zu verteilen. Zu süß sollte der Spaß, übrigens nicht sein, aber letztlich ist auch das oft Geschmackssache.

Essen

Rein statistisch verbrennt man auf einer Golfrunde gut und gerne 1.500 Kalorieren (wer Cart fährt, der wird allerdings deutlich unterhalb dieses Wertes liegen). Die Laufstrecke, die vielen Golfschwünge und die immer wieder neu aufgebaute Konzentration auf den nächsten Schlag kosten Energie – und die benötigt unser Körper in Form von Nahrung zurück.

Beliebt sind Bananen (weil schnelle Energielieferanten), andere empfehlen allgemein getrocknetes Obst, Nüsse oder Energie- oder Müsliriegel. Auch hier gilt wie beim Trinken: Zuviel Zucker hilft nur sehr kurzfristig und ist daher eher nicht zu empfehlen.

Regelbuch

Zum Beispiel bei Amazon erhältlich (Klick)

Klar hat man alle Golfregeln im Kopf … hüstelhüstel … und braucht das eigentlich nicht. Aber trotzdem: Soviel Platz nimmt das offizielle Regelbuch auch nicht weg.

„Golfregeln kompakt“ ist übrigens die etwas einfachere Version des DGV-Regelbuches, die gerade für Anfänger noch besser geeignet ist (bietet zum Beispiel Amazon an, aber natürlich auch jeder andere einschlägige Buchhändler).

In dieser Fassung werden alle gängigen Regelfälle nach Situationen und Balllage sortiert bildhaft aufgelöst. Dabei ist die Erklärung ausgesprochen einfach und verständlich – besser geht’s nicht.

 

Regenschirm/-bekleidung

Der Schönwettergolfer geht bei Regen gar nicht erst los, kann aber trotzdem auch mal von einem kleinen Schauer während der Runde überrascht werden. Von daher ist es immer ratsam, entsprechend „Material“ dabei zu haben. Mindestens ein Schirm und eine leichte Regenjacke/-hose machen durchaus Sinn.

Sonnencreme

Regennasse Kleidung trocknet relativ schnell wieder, von einem Sonnenbrand hingegen kann man länger etwas haben. Aus diesem Grund habe ich standardmäßig immer Sonnencreme im Bag. Aus praktischen Gründen habe ich mich für eine Sprühflasche entschieden, aber da gibt es natürlich individuelle Präferenzen.

Sonnen- und Mückenschutz gibt es inzwischen sogar schon kombiniert

Aber wer einmal abends mit Sonnenbrand im Nacken auf der Terrasse gesessen hat, der weiß, dass sich der Sonnenschutz absolut lohnt.

Insektenschutz

Man hat mir bis heute noch nicht erklären können, welchen evolutionären Sinn Mücken haben. Oder Pferdebremsen. Bienen verstehe ich, aber Stechmücken?

Egal, spätestens auf Golfplätzen mit Wasserhindernissen macht Insektenschutz im Sommer absolut Sinn. Was genau man nimmt ist wieder individuell, manch einer schwört auf Autan, der nächste auf Antibrumm und ein Dritter kennt wieder ein anderes Mittelchen.

Und auch wenn das Zeug nicht besonders gut riecht ist es immer noch besser als Mückenstiche.

 

Übrigens

Bei den hier verwendeten Links zu Amazon handelt es sich um Affiliate Links. Das bedeutet, dass ich – wenn etwas dort bestellt wird – eine kleine Provision bekomme. Der Preis für den Käufer erhöht sich dadurch aber nicht.

 

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