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Projekt „UHU“ #04 – Der Driver und ich werden langsam wieder Freunde

Endlich Runden „unter Hundert“ spielen – das ist mein „Projekt „UHU“ für diese Saison. In loser Reihenfolge berichte ich über die Entwicklung, heute im vierten Teil. Die Hauptrolle spielt dabei mein Driverschwung.

Von der ersten Stunde an hatte mein Pro Uli die Prioritäten klar geordnet. Als allererstes wollen wir dafür sorgen, dass ich mit dem Driver und meinem Holz sicher vom Tee aufs Fairway komme – also Kontinuität und Vertrauen in den Abschlag bringen.

Im zweiten Schritt widmen wir uns dann den Eisen, die insgesamt zwar ok, aber eben auch noch nicht zuverlässig genug sind. Zu viele Fehlschläge im Sinne von technisch schlecht ausgeführten Schlägen: fette Treffer vor allem, aber auch Sockets und getoppte Bälle gibt es immer mal wieder.

Die Basis für eine gute Runde ist ein guter Driverschwung

Aber wie gesagt haben wir mit dem Driver angefangen und meinen bisherigen Schwung komplett verändert. Viel flacher, deutlich mehr von innen nach außen und den Ball in der Aufwärtsbewegung treffen. Eigentlich ist das ja klar, aber die Umsetzung… 😉

Alle Treffer sind schön mittig

Nach drei Pro-Stunden und einigen Übungseinheiten auf der Range klappt die für mich neue Bewegung besser und ich treffe den Ball deutlich regelmäßiger auf dem richtigen Weg.

Uli und ich haben uns deshalb in der letzten Stunde einmal den Spaß gemacht und Impact Tape auf den Driver geklebt, um die neu gewonnene Trefferqualität sichtbar zu machen. Das Bild sieht inzwischen schon richtig gut aus . ganz anders als bei den früheren Tests mit den Tapes.

Neue Herausforderung mit dem neuen Driverschwung

Bei meiner jüngsten Golfrunde – ich bin spontan Montagnachmittag ein paar Löcher im Golfclub Herzogstadt Celle gegangen – habe ich jetzt ein neues Problem erkannt, dass sich aus dem verbesserten Schwung für mich ergeben hat: Ich richte mich falsch aus.

Da ich bisher mit dem Driver oft den so verhassten Slice produziert habe (oder mindestens einen Fade“), war es ganz offensichtlich so, dass ich mich instinktiv anders ausgerichtet habe. So habe ich unterbewusst den erwarteten Fehlschlag auszugleichen versucht. Soll heißen: Ich stehe in der Ausrichtung deutlich nach links und habe mich an diese für mich „normale“ Position gewöhnt.

Das machte aber natürlich nur solange Sinn, wie ich den Ball im Prinzip fast immer nach rechts weggehauen habe. Genau das passiert aber immer seltener bis gar nicht mehr. Statt dessen produziere ich (bei meinen sauberen Treffern, die sich zum Glück häufen) eine eher gerade Flugkurve, teilweise sogar einen leichten Draw.

Ich muss meine Ausrichtung anpassen

Das wiederum beißt sich nun aber mit der Ausrichtungsposition, an die ich mich in den letzten zwei Jahren gewöhnt habe. Das Beispiel hier ist von der aktuellen Runde auf unserer Bahn elf (und man kann am Ende sehr schön sehen, wie ich gleich einen neuen Ball aus der Tasche nehme… 😉 ):

Der Treffer war gut, vielleicht etwas deutlich nach links – aber auf jeden Fall auf der linken Fairwayseite ins Aus. Schade drum, denn die elfte Bahn in Celle ist eigentlich schön breit…

Ich muss mich also jetzt anders ausrichten. Das geht natürlich relativ einfach und sollte deshalb keine große Herausforderung sein. Spannend finde ich trotzdem, wie „seltsam“ es sich zunächst anfühlt, weil ich mich an die „alte“ Position so gewöhnt habe.

Aber klar, es geht ganz leicht: Hinter den Ball stellen, Zwischenziel so ein-zwei Meter vor dem Ball suchen und dann darauf ausrichten. Stand und Schlagfläche überprüfen und zum Schluss nur noch darauf vertrauen, dass der richtige Schwung zum richtigen Ergebnis führen wird: einem geraden Ballflug mitten aufs Fairway.

In den ersten Tests lief es gut

Das hat auf meiner Testrunde am Montag – also nach Bahn elf 😉 – übrigens schon gut geklappt, ich bin tatsächlich verhalten optimistisch, was den Verlauf der Saison angeht. Aber natürlich bedarf es noch mehr Konstanz und Übung – auch unter realen Bedingungen.

Für Samstag habe ich mich deshalb recht spontan für ein 9-Loch-Turnier im Bergen-Hohne-Golfclub angemeldet, mal schauen wie der „offizielle“ Saisonstart so läuft. Wenn das Ergebnis zählt, dann spielt es sich ja doch nochmal irgendwie anders.

Bleibt am Ball, ich berichte weiter.

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