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Projekt „UHU“ #02 – Spontane Planänderung

Das Ziel für meine Saison 2018 lautet: endlich Runden unter Hundert spielen (habe ich bis dato noch nicht geschafft). Daraus ist mein Projekt „UHU“ entstanden, über das ich in loser Reihenfolge berichte. Heute über das Kurzspiel Training.

Wenn sich ein Plan kurzfristig ändert

Ich bin nachgewiesenermaßen manchmal etwas schusselig. So wie zum Beispiel am letzten Samstag, als ich mit Zustimmung der besten Ehefrau der Welt und unserer Tochter am späten Nachmittag noch einmal zum Club fahren durfte, um ein wenig zu üben.

Unsere Driving Range war leer und ich hätte mich austoben können.

Pfiffig wie ich bin habe ich nämlich an so gut wie alles gedacht, was man zum Golfen so braucht: Passende Kleidung angezogen, Ballrolle dabei, Golfschuhe an, das Winterbag mit meinem halben Eisensatz und den Hölzern, Handschuhe und Tees. Nur meine Geldbörse hatte ich zuhause liegenlassen – was blöd war, denn meine Ballkarte für die Range steckt da drin…

Also kam ich motiviert auf dem Parkplatz an und stellte fest, dass mein Plan „heute übe ich weiter den neuen Schwung mit den Hölzern“ schon mit Ankunft ad acta gelegt werden konnte.

Das kurze Spiel wollte ich ja sowieso üben

Die Alternative hieß damit: Kurzspieltraining. Das wollte ich sowieso in diesem berühmten „irgendwann einmal“ üben. Warum also nicht die Gunst der Schusseligkeit … ähhhh … Stunde nutzen.

Wir haben bei uns im Golfclub Herzogstadt Celle neben der Range als weitere Übungsanlagen ein Pitchinggrün mit etwa 70-80 Metern Platz. Das nutze ich manchmal ganz gerne zum Aufwärmen oder um eben gezielt die hohe Annäherung zu trainieren.

Da es direkt vor dem Grün auch einen Übungsbunker mit einer relativ hohen Kante gibt, kann man das Sandtraining auch sehr gut hierhin verlagern.

Das Puttinggrün in Celle

Unser Puttinggrün zu guter Letzt ist durchschnittlich groß, hat neun Löcher und weist ein schönes Gefälle auf, so dass man sowohl gerade Putts üben kann als auch Putts mit kleineren oder größeren Breaks. Trotz Wintergrüns auf dem Hauptplatz war das Puttinggrün offen, auch wenn es witterungsbedingt schon eine Weile nicht mehr gemäht worden war.

Aber zum Üben der flachen Annäherungen mittels Chip oder Chip-Putt reichte es mir zunächst einmal vollkommen aus. Also habe ich an verschiedenen Stellen rund ums Puttinggrün jeweils fünf Bälle verteilt. Aus diesen unterschiedlichen Lagen habe ich anschließend verschiedene weiter entfernte Fahnen angespielt.

Dabei habe ich zwischen meinem Pitching Wedge und meinem Eisen acht variiert, um das unterschiedliche Flug- und Rollverhalten zu testen und beim Schlag zu berücksichtigen. Nach jeweils fünf Chips habe ich die Bälle dann mit dem Putter zu Ende gespielt – wobei man natürlich den eher unterdurchschnittlichen Grünzustand berücksichtigen muss.

Wo kommen eigentlich die ganzen Bälle her?

Zum Abschluss habe ich dann doch noch dem Pitchinggrün einen Besuch abgestattet und rund 60 Bälle gespielt. Bis auf ein paar getoppte Ausreißer und zwei Shanks war ich eigentlich sogar ganz zufrieden. Dank des Übungsbunkers habe ich außerdem noch einige Sandbälle üben können, das lief erstaunlich gut – sogar besser als das Pitchen.

Mein häufigsten Fehltreffer sind eher zu fett und damit fliegt der Ball zu kurz. Grob geschätzt habe ich aber trotzdem knapp zwei Drittel meiner Pitches auf dem oder rund um das Grün platzieren können. Das ist nicht doll, für meine Verhältnisse aber schon ok.

Lustigerweise habe ich dabei mehr Bälle gefunden, als ich hinter dem Grün im Wald verloren habe (minus zwei, plus sieben). Ich bin zwar kein ausgesprochener Ballsammler, aber vielleicht kann ich irgendwann mal einen Sack Bälle an Anfänger verschenken – da hätte ich mich als Neumitglied damals auch drüber gefreut.

Soweit also der aktuelle Zwischenstand zu meinem Projekt „UHU“. In ein paar Tagen habe ich meine nächste Trainerstunde bei Uli in Peine. Bis dahin werde ich wohl noch zweimal auf die Range gehen, um das lange Spiel zu üben. Diesmal mit Ballkarte – ich bin ja lernfähig.

Ich berichte weiter. Und Ihr könnt gerne hier oder in Facebook kommentieren. Und abonniert gerne auch den Blog und meinen YouTube-Kanal, auf dem werde ich auch in loser Reihenfolge weitere Videos einstellen. Bis bald.

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