Heidegolfer

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Entfernungsmesser beim Golfspielen


Es gibt Golfspieler, die jede technische Unterstützung vehement ablehnen – zumindest wenn es um die Unterstützung bei der Ermittlung von Entfernungen geht. Die Schläger mit der neuesten Technik findet man häufig trotzdem in den Bags dieser Puristen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Aber mir geht es heute um etwas anderes: Entfernungsmesser.

Ich persönlich besitze sowohl eine GPS-Golfuhr als auch einen Golflaser. Die Uhr kam bei mir als erstes, den Laser habe ich mir später als „Belohnung“ für ein gutes Turnierergebnis gegönnt. Und tatsächlich setze ich auch beides ein – wenn auch längst nicht immer und je nach Spiel und Gerät ganz unterschiedlich.

Mit der Golfuhr hat man die wichtigsten Infos schnell im Blick

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Eine Golfuhr ermittelt per GPS den genauen Standort des Trägers und zeigt die Entfernung zum Grün an. Es gibt etliche Hersteller und Angebote in der Preisklasse von etwa 100 Euro bis hoch in die 400-500 Euro. Vermutlich wird es noch teurere Uhren geben, ich kenne aber bis dato keine.

Üblich ist die Anzeige von drei Entfernungsangaben: Anfang des Grüns, Mitte des Grüns und Ende des Grüns. Viele Uhren bieten weitere Funktionen wie teilweise Entfernungsangaben zu besonderen Hindernissen, Schritt- und Kilometerzähler und so weiter.

Ich besitze eine Garmin Approach S3 und damit schon ein älteres Modell. Für mich als Otto-Normalgolfer sind die Funktionen und die Genauigkeit der Angaben absolut ausreichend, so dass sich die Anschaffung einer teureren Uhr einfach nicht lohnen würde.

Der Golflaser bietet mehr Flexibilität im Einsatz

Den Marktführer bushnell gibt es natürlich auch bei Amazon*

Der Golflaser dient dazu, die Entfernungen zu bestimmten Punkten auf dem Platz ad hoc zu ermitteln. Das kann natürlich die Fahne sein, genauso hilft aber der Laser, um zum Beispiel die genaue Entfernung zu einem Hindernis, einem Baum oder einem Dogleg zu ermitteln.

Die Reichweite geht je nach Gerät bis weit über 300 Meter. Und auch hier sind preislich die Spannweiten recht hoch und reichen von etwa 100 Euro bis an die 500 Euro heran. Eindeutiger Marktführer ist die Firma bushnell, deren Modelle auch (nach eigenen Angaben) von 95 Prozent aller Laser-nutzenden Profigolfer genutzt werden.

Unterschiedliche Einsatzgebiete und Präferenzen

Mein Haupt-„Werkzeug“ auf dem Platz ist die Uhr. In den allermeisten Fällen reicht mir nämlich die Entfernungsangabe zur Grünmitte vollkommen aus. Mein ehemaliger Pro hat mir einmal gesagt, ich solle am besten vor jedem Schlag auf die Uhr sehen. Das mache ich zwar nicht, aber ich nutze sie trotzdem recht häufig – so ein Blick dauert ja keine Sekunde.

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Auch wenn ich noch nicht in Schlagweite zum Grün bin, kann es für mich interessant zu wissen sein, wie weit es insgesamt noch ist. Denn dann habe ich die Chance, den Ball auf eine Entfernung zum Grün vorzulegen, die ich lieber spiele und bei der ich mich sicherer fühle.

Ein simples Beispiel: Wenn vor dem Grün ein Hindernis ist (Wasser oder Bunker), dann ist mir ein Pitch aus 80 Metern wesentlich lieber als einen Pitch aus 40 Metern. Das liegt daran, dass ich für 80 Meter – normale Treffer immer vorausgesetzt – mein volles Gap Wedge spielen kann.

Bei 40 Metern hingegen liege ich etwa bei einem Dreiviertel-Schwung mit dem Lob Wedge oder einem Zweidrittel-Schwung mit dem Sand Wedge und die Dosierung fällt mir hier schwerer. Wenn ich dann zu vorsichtig bin und der Ball nicht weit genug fliegt, liegt er im Hindernis.

Eine Aufgabe für den Laser: Wie weit ist es über die Schlucht?

Meinen Laser setze ich dagegen deutlich seltener ein.

In Privatrunden nutze ich ihn so gut wie gar nicht, bei Turnieren kommt er vielleicht drei- oder viermal aus der Tasche – dann aber als wichtige Unterstützung für die Wahl des richtigen Schlägers, damit ich mit einem sicheren Gefühl an den Ball trete.

Vor allem vermesse ich Doglegs mit dem Laser, schaue also nach, wie weit ich schlagen muss / darf, um im Knick eines Doglegs zu liegen. Oder aber ich laser ein Hindernis ab, das Gebüsch hinter dem Grün (wie weit darf ich maximal schlagen) oder den Teich davor (wie weit muss ich mindestens schlagen, um drüber zu kommen).

Zur Übung auf dem Heimatplatz ganz ohne technische Unterstützung

Die Platzkenntnis ist natürlich ein weiterer Faktor für den Einsatz von Entfernungsmessern – bei mir auf jeden Fall. Da ich meinen Heimatplatz deutlich häufiger spiele, bin ich hier oft auch ohne Technik unterwegs (oder habe sie dabei, setze sie aber nicht ein).

Anders ist es, wenn ich zum ersten Mal einen neuen Platz spiele und mich auf jeder Bahn neu orientieren muss. In so einem Fall sind die Uhr und mein Laser für mich schon einigermaßen wichtige Begleiter, die ich öfter und auch gerne einsetze.

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Besser als eine technische Unterstützung ist natürlich ein Spielpartner, der den Platz aus dem eff-eff (schreibt man das so?) kennt. Mal abgesehen davon, dass der dann noch den einen oder anderen Tipp geben kann, auf welche Fairwayseite man zielen sollte und welches Gericht man nach der Runde am besten bestellt – das bieten weder Laser noch Uhr.

Messen und messen lassen

Es gibt beim Thema Entfernungsmesser – wie bei vielen Golfthemen – eine ganze Bandbreite von Meinungen. Von den Puristen, die gänzlich ohne auskommen und darin das „echte Golf“ sehen, bis hin zu den vehementen Verfechtern gibt es alles. Interessant finde ich, dass die meisten Pros ihren Schülern den Einsatz empfehlen.

Mir persönlich verleiht das Wissen, dass ich auf jeden Fall 120 Meter weit schlagen muss, um über den Teich zu kommen, mehr Sicherheit für den Schlag – auch wenn ich ihn dann manchmal eben doch toppe und den Ball zum Baden schicke. Aber oft bis meistens geht der Schlag eben gut, weil ich die nötige Schlagweite kenne.

Die vielfach und gerne unterstellte unnötige Spielverzögerung beim lasern kann ich übrigens nicht feststellen – weder bei mir noch bei anderen Spielern. Wer sich nicht allzu dämlich anstellt, der weiß nach drei Sekunden die Entfernung. Da dauert das ungewisse Hin-und-her-Überlegen vor dem Schlag ohne Kenntnis der Entfernung manchmal sogar länger.

Übrigens

*Bei den hier im Artikel eingefügten Links zu Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate Links. Das bedeutet, dass ich – wenn jemand nach Klick auf den Link etwas kauft – eine kleine Provision erhalte. Der Preis für den Käufer erhöht sich dadurch aber nicht.

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