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Ein Dutzend Fragen an … Marcus Schraufstetter

Unter „Ein Dutzend Fragen an…“ stelle ich Golf-Pros, Golf-Blogger und andere Leute aus dem Golf-Umfeld vor.

Heute geht es um Marcus Schraufstetter. Marcus ist begeisterter Golfer, kommt ursprünglich aber vom Baseball, wo er diverse Titel gewonnen und sogar in der deutschen Nationalmannschaft gespielt hat. In seinem ersten Golfjahr hat er sich im Handicap von 54 auf 11,3 heruntergespielt und wurde bundesweit zum „Handicaphunter des Jahres“ gekürt.

Copyright Leonhard Steinberg / soulgolfer.de

Marcus ist Erfinder des Straighter Putter, eines Oversize-Putters, den er selbst bundesweit promotet und über ein eigenes Unternehmen vertreibt. Ich habe den Straighter Putter übrigens  selbst auch schon einmal ausgiebig testen dürfen, den Blogartikel dazu findet ihr hier.

 

Erst einmal vielen Dank, Marcus, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.

Wann hast Du mit dem Golfen angefangen und wie ist es dazu gekommen?

Ich habe erstmals 1996 im Rahmen eines Schnuppertags mit der Baseball-Nationalmannschaft in Berlin Kontakt mit Golf gehabt. Damals hatte ich aber leider noch keine Zeit um neben Baseball auch noch Golf zu spielen. 2009 habe ich dann meinen ersten Schläger bei Ebay ersteigert und bin losgezogen. Das hat soviel Spaß gemacht, dass ich am nächsten Tag wieder kam und am nächsten Tag nochmal und den Tag darauf auch wieder. Bereits nach den ersten Bällen war ich angefixt und hänge bis heute am Schläger.

Seit wann bist Du mit dem „Straighter Putter“ im Golf-Business unterwegs und wieso hast Du angefangen?

Es fing alles an mit einem „Eigentlich müsste man mal…..“ – viel zu oft passiert aber dann doch nix. Im April 2014 wurde es dann doch ernst. Ich habe mich mit dem Regelbuch hingesetzt und erstmal geschaut, was man puttertechnisch so alles bauen darf. Und bald darauf waren die ersten Ideen geboren, so dass 2015 die ersten CW-14-Modelle auf den Markt kommen konnten. Angefangen habe ich mit dem Straighter Putter, weil ich einfach ausprobieren wollte, ob man auf dem umkämpften Puttermarkt in Deutschland Fuss fassen kann. Und nach knapp 4 Jahren kann ich sagen „Man kann!“.

Was treibt Dich an, immer noch weiter zu machen?

Am meisten motivieren mich Kunden und Interessenten, die auf mich zu kommen und mir mitteilen, dass Sie schonmal was von Straighter Putter gehört haben. Daran möchte ich beständig arbeiten. Mehr und mehr Leute sollen vom Konzept um den Straighter Putter erfahren und die Vorteile zu schätzen lernen. Ich bin gespannt, wo das noch hinführt. Darüber hinaus motiviert es mich auch unheimlich, dass ich durch den Putter immer wieder interessante und nachhaltige Bekanntschaften, teilweise sogar Freundschaften, ergeben, die ich ohne das Putter-Business so nie gemacht hätte.

Würdest Du es mit dem jetzigen Wissen noch einmal so machen?

Jederzeit und genau so wieder!

Kannst Du davon leben oder wie bestreitest Du sonst Deinen Lebensunterhalt (Hauptberuf)?

Mein Job als Projektmanager bei einem kommunalen Unternehmen lässt mir gottseidank die Freiheit, dass ich das Putterbusiness nebenbei betreiben kann. So kann ich Straighter Putter noch lange im Nebenerwerb führen und bekomme von meinen Kunden auch immer wieder die Rückmeldung, dass die Verkaufs- und Beratungsgespräche völlig drucklos und stets eine Bereicherung sind.

Wie oft kommst Du überhaupt noch selbst dazu, eine Runde Golf zu spielen?

Vor dem Straighter Putter war ich teilweise 5 mal die Woche am Platz oder trainieren. Seitdem ich den Straighter Putter habe, bin ich auch 5 mal die Woche am Platz. „Leider“ nur sehr selten zum Spielen, aber ich hab natürlich zwischendrin immer mal die Gelegenheit ein paar Bälle zu schlagen oder zu putten. Von daher krieg ich mein Handicap einigermaßen gehalten.

Hast Du einen Lieblingsschläger und wenn ja, weshalb?

Jetzt würdest Du sicherlich gerne „MEINEN PUTTER“ hören. Der ist mir auch sehr ans Herz gewachsen. Aber wer mich kennt, der weiß, dass mein Eisen 9 mein absoluter Favorit im Bag ist!

Wie gut war Deine beste Golfrunde bisher?

Ich habe im vergangenen Jahr eine grundsolide Par-Runde aufs Grün gezaubert. Das war zudem noch auf einem auswärtigen Platz. Da habe ich zusammen mit meinem italienischen Golf-Freund Giancarlo auf dem Paradiso del Garda in Peschiera am Gardasee eine 71 auf dem PAR 71 gespielt und mir von ihm direkt die Scorekarte unterzeichnen lassen. So gut habe ich davor und danach nicht noch einmal gespielt!

Welcher ist bisher Dein Lieblingsgolfplatz, den Du gespielt hast?

Ich bin mittlerweile schon auf vielen Plätzen im In- und Ausland gewesen, aber die schottischen Plätze haben etwas ganz besonderes für mich. Allen voran der Old Course in St. Andrews, den ich schon zwei Mal spielen durfte. Drumherum gibt es aber viele, teilweise wirklich günstige Plätze, die wunderschön sind (z.B. Balcomie Links in Crail oder Burntisland Golf bei Kirkcaldy).

Welchen Platz möchtest Du gerne irgendwann auf jeden Fall noch spielen?

Da lass ich mich gerne überraschen. Ich lerne gerne neue Plätze kennen und ganz ehrlich, die wirklichen, kleinen Juwelen unter den Golfplätzen können unmöglich die sein, die wir heute schon alle kennen und die überall beworben werden. Irgendwo da draussen wartet ein Platz darauf, von mir entdeckt zu werden. Mal schauen, wann ich ihn finde 😉

Mit wem würdest Du gerne einmal eine Golfrunde spielen und warum?

Da gibt es für mich nur eine Antwort: OLIVER KAHN! Als Fussballtorwart hat er mich ein ums andere mal mit seinem unbändigen Siegeswillen fasziniert. Eine Lichtgestalt wie ihn wird es im Fussball vielleicht nie wieder geben!

Wie geht Dein Satz weiter: „Golf ist der beste Sport, weil…“?

…es das einzige Spiel ist, bei dem man nie gut genug ist!

Vielen Dank für Deine Antworten und allzeit schönes Spiel!

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